Rohstoffverwandte Aktien dürften sich nach Einschätzung von Jeremy Grantham auf Sicht der nächsten Jahrzehnte besser entwickeln als die Benchmark-Indizes. Grund sei die stete Verknappung der Ressourcen, erklärte der Chef-Investmentstratege von Grantham, Mayo, Van Otterloo & Co.
“Ich bin noch stärker von der Zwangsläufigkeit steigender Rohstoffpreise überzeugt als vor einem Jahr”, schreibt Grantham in einem Quartalsbericht für die Anleger seines Fonds. Von den höheren Rohstoffpreisen würden die Erzeuger profitieren, zu Lasten anderer Unternehmen, die die höheren Rohstoffkosten bewältigen müssten, erklärte er weiter.
Die Grafik zeigt das Verhältnis des Morgan Stanley Index für Energie-, Metall- und Agrarwerte zum Standard & Poor’s 500 Index auf, zusammen mit dem Thomson Reuters/Jefferies CRB Index für Rohstoffe.
Der Index für Rohstoffaktien hat sich seit dem Jahr 2000 verdreifacht, angeführt von dem weltgrössten Düngemittelhersteller Potash Corp. of Saskatchewan Inc. und Goldcorp Inc., dem nach Marktwert zweitgrössten Goldproduzenten der Welt. Der S&P 500 fiel in demselben Zeitraum um 6,3 Prozent.
Institutionen, die Investitionen auf Sicht von mehr als zehn Jahren tätigen, sollten ihren Anteil an rohstoffverwandten Investitionen kontinuierlich erhöhen, sagte Grantham. Der in Boston ansässige Stratege empfahl, sich dabei auf Besitzer von landwirtschaftlichen Betrieben und Wäldern zu konzentrieren.
Seine Grantham Foundation for the Protection of the Environment plane die Investitionen in dieser Anlagekategorie auf 30 Prozent zu erhöhen, fügte Grantham hinzu. Gegenwärtig beläuft sich der Anteil auf 20 Prozent. Die Stiftung verfügte Ende 2010 über Vermögenswerte von 353,8 Mill. Dollar, wie aus der jüngsten aufsichtsrechtlichen Meldung hervorgeht.
(Bloomberg)






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