Die Ölpreise sind am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete zuletzt 105,18 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um fünf Cent auf 88,11 Dollar.
Händler wollten dem leichten Aufwärtstrend im Mittagshandel nach den deutlichen Verlusten vom Vorabend, die sich auch im frühen asiatischen Handel fortsetzten, keine große Aussagekraft beimessen. Vor den anstehenden Notenbankentscheidungen habe die Skepsis am Markt zugenommen, hieß es. Die Experten der Commerzbank sehen die Ölpreise durch schwindende Hoffnungen auf eine geldpolitische Lockerung durch die Fed und schwächere Konjunkturdaten aus China weiter unter Druck.
Auch die Erwartungen an die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am morgigen Donnerstag sind zuletzt wieder gesunken. Nachdem markige Worte von EZB-Chef Mario Draghi in der Vorwoche Spekulationen über ein großes Maßnahmenpaket im Kampf gegen die Schuldenkrise ausgelöst hatten, wurden die Hoffnungen der Anleger wieder etwas gedämpft. "Draghi dürfte sich aber rhetorisch ein wenig vergaloppiert haben", zitierte die "Welt" am Dienstag einen Euro-Notenbanker.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 102,22 Dollar. Das waren 72 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(dpa-AFX)





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