Die Ölpreise sind am Donnerstag nach Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ins Plus gedreht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete am späten Nachmittag 105,15 US-Dollar. Das waren 73 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) kletterte um 55 Cent auf 89,51 Dollar.
Gegen Mittag lösten Aussagen von EZB-Chef Draghi eine deutliche Erholung der Ölpreise aus. Draghi hatte bei einer Rede in London betont, dass die EZB alles Nötige tun werden, um den Euro zu erhalten und Hinweise auf ein mögliches Eingreifen der EZB gegeben. Die Zinssätze für spanische Staatsanleihen haben ein Niveau erreicht, dass die Kreditaufnahme zu dauerhaft erträglichen Bedingungen nach Einschätzung vieler Experten unmöglich macht.
Zudem hätten auch stärker als erwartet gesunkene US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung den Ölpreisanstieg begünstigt, sagten Händler. Die insgesamt risikofreudigere Stimmung an den Märkten stützte auch den Eurokurs zum US-Dollar. Auch dies habe sich positiv auf die Ölpreise ausgewirkt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ging zuletzt ebenfalls leicht zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 100,21 US-Dollar. Das waren 30 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(dpa-AFX)






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