Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Grossbritannien empfohlen, den aktuellen Sparkurs unter Umständen zu lockern. Sofern die Wirtschaftsdynamik bis Anfang 2013 nicht zulegen sollte, müsse die Regierung beim Sparprogramm Abstriche vornehmen, berichtete Reuters. Dies könne durch die Senkung von Steuern oder höhere Investitionen in die Infrastruktur geschehen, teilte der IWF am Donnerstag mit. Der Sparkurs müsse eventuell auch schon früher aufgeweicht werden, sofern sich die Konjunkturlage deutlich verschlechtern sollte.
Laut dem IWF hat Grossbritannien große Herausforderungen zu bewältigen. Neben der schwachen Konjunktur seien die hohe Arbeitslosigkeit und die Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise eine erhebliche Belastung für das Land. Die britische Wirtschaft befindet sich derzeit in der Rezession. Die konservativ-liberale Regierung ist im Jahr 2010 mit dem Ziel angetreten, das Haushaltsdefizit innerhalb von fünf Jahren größtenteils zu reduzieren. Die oppositionelle Labour-Partei präferiert dagegen einen weniger strikten Sparkurs und fordert mehr Maßnahmen zur Förderung der Konjunktur.
(BoerseGo.de)






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