Wie schon im Mai präsentiert sich der österreichische Zertifikatemarkt auch im Juni leicht rückäufig. Das Wachstum aus dem ersten Quartal konnte damit nicht fortgesetzt werden.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass das Gesamtmarktvolumen, das bei österreichischen Privatanlagern platziert ist, per 30. Juni 2012 bei 13,5 Milliarden Euro lag. Das sind 1,2 Prozent bzw. 167 Millionen Euro weniger als noch im Vormonat. Auf Jahressicht ist der Gesamtmarkt jedoch weiterhin klar vorne. Das Plus sinkt jedoch auf 450 Mio. Euro bzw. 3,5 Prozent.
Auch Open Interest fällt
Auch der Open Interest (exkl. Zinsprodukte) der führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs (das sind die Raiffeisen Centrobank, die Volksbank, die Erste Group Bank, die Bank Austria und die Royal Bank of Scotland) konnte sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Der Marktanteil der genannten Emittenten wird auf 75 Prozent geschätzt. Damit liegt der Rückgang des Open Interest bei 0,4 Prozent bzw. 21 Millionen Euro. Insgesamt liegt das Volumen bei 5,5 Milliarden Euro.
Der Volumenrückgang im Juni lässt sich dabei sowohl auf Anlage- als auch auf Hebelprodukte zurückführen. Aufgrund dieser Entwicklung liegt der Anteil von Anlageprodukten am Gesamtmarkt unverändert bei 99,5 Prozent, der Anteil von Hebelprodukten demnach bei 0,5 Prozent.
Teilschutz als Lösung
Auch das Volumen von strukturierten Zinsprodukten geht Juni weiter zurück und sinkt um 2,2 Prozent bzw. 105 Millionen Euro auf 4,6 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn kann das Volumen aber dennoch zulegen und wächst um 9,2 Prozent bzw. 386 Millionen Euro.
Im monatlich erscheinenden Newsletter des ZFA (Anm: Markt Update) gibt sich ZFA-Vorstand Frank Weingarts offen: „Die erste Halbzeit des laufenden Börsenjahres ist vorbei. Die Zwischenbilanz fällt ernüchternd aus: Während die Barometer zu Beginn des Jahres mehrheitlich zulegten, belastet im zweiten Quartal die Schuldenkrise Europas insbesondere die europäischen Aktienindizes“.
Für all jene, die ihre Rendite optimieren wollen, verweist er auf Produkte mit Teilschutz, wie Aktienanleihen auf Einzelaktien oder Indizes. „Sie bieten die Möglichkeit eine respektable Rendite bei bewusst zu kalkulierendem Risiko zu erzielen“, so Weingarts. (mp)






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