Dem geschlossenen Immobilienfonds CFB 130 der Commerz Real droht die Insolvenz - Grund: Der Hauptmieter, die Deutsche Börse, zog vergangenes Jahr aus – seitdem steht das einzige Objekt des Fonds leer.
Mittlerweile ist der Fonds der Commerzbank-Tochter Commerz Real überschuldet und zahlungsunfähig. Gründe sind ein Bankdarlehen von 83 Millionen Euro und 28 Millionen Euro für Swap-Geschäfte, die der Fonds noch zurückzahlen muss. Gleichzeitig findet die Commerz Real für das Gebäude der Deutschen Börse im Frankfurter Stadtteil Hausen keinen Nachmieter. Deshalb steht das Haus seit Frühjahr 2011 leer. Laut Markus Esser, dem Leiter der Kommunikation bei dem Fondsanbieter, haben sich 33,1 Millionen Euro Schulden durch Zins- und Tilgung, sowie Bewirtschaftung angehäuft.
Vor zehn Jahren zahlte der Fonds für Grundstück und Gebäude rund 192 Millionen Euro, wobei Anleger 102,3 Millionen Euro beisteuerten. Laut eines Gutachtens des Wirtschaftsprüfers Deloitte & Touche ist die Immobilie heute aber nur noch 45 Millionen Euro Wert. Die Commerz Real müsste also weiteres Geld in die Hand nehmen, um das Gebäude für einen Nachmieter aufzuhübschen.
Den Anlegern droht im Falle einer Abwicklung nicht nur der Totalverlust ihres Geldes. Im Rahmen einer sogenannten Nachhaftung könnte der Insolvenzverwalter die von 2001 bis 2007 gezahlten Ausschüttungen in Höhe von 40,4 Millionen Euro von den Anlegern zurückverlangen.
Von: Teja Gotte - Das Investment.com - Mehr unter http://bit.ly/






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