Die Eintrübung der Weltwirtschaft kommt auch beim britisch-australischen Bergbaukonzern Rio Tinto an. Die Eisenerzproduktion stagnierte im zweiten Quartal mit 48,6 Millionen Tonnen in etwa auf dem Wert des Vorjahreszeitraums. "Das Weltwirtschaftsklima und die Erwartungen sind im zweiten Jahresviertel spürbar gefallen", sagte Konzernchef Tom Albanese. Zusammen mit dem ersten Quartal sei die Produktionsmenge im ersten Halbjahr aber um vier Prozent gestiegen. "Wir beobachten die Geschwindigkeit der US-Erholung, die andauernde Krise in der Eurozone und die Erfolge der Maßnahmen zur Stimulierung der chinesischen Wirtschaft genau", sagte Albanese. Eisenerz ist der wichtigste Rohstoff für die Stahlherstellung, die stark vom Konjunkturzyklus abhängig ist. In den vergangenen Monaten hatte die weltweite Stahlnachfrage wieder etwas angezogen.
Für die nähere Zukunft ist der Konzern weiter optimistisch. Insbesondere für die künftige Nachfrage auf dem asiatischen Kontinent will der weltweit drittgrößte Bergbaukonzern bis Mitte 2015 seine Kapazitäten in der Pilbara-Region in Westaustralien von derzeit 230 Millionen Tonnen auf bis 353 Millionen Tonnen jährlich ausbauen.
Die Kupferförderung der vornehmlich chilenischen Minen des Konzerns legte im zweiten Quartal wegen Effizienzsteigerung und besserer Gütegrade um fünf Prozent zu. Beim Aluminium hingegen belastete ein inzwischen beendeter Arbeitskampf in der kanadischen Alma-Mine die Ausbeute. Zwei Drittel der Produktion lagen still, die geförderte Menge ging um zwölf Prozent zurück. Der Konzern hat Teile des 2007 gekauften Aluminium-Geschäfts inzwischen zum Verkauf gestellt, weil das schlecht laufende Geschäft den Konzern mit Abschreibungen belastet. Dagegen legte die Diamantenförderung, von der sich Rio Tinto ebenfalls trennen will, im Jahresvergleich um drei Prozent zu.
(dpa-AFX)






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