Die Ölpreise sind mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gegangen. Am frühen Montagabend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung 103,45 US-Dollar. Das waren 1,05 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 52 Cent auf 87,64 Dollar.
Experten der Commerzbank nannten Andeutungen neuer Konjunkturhilfen durch den chinesischen Premierminister als preistreibenden Faktor. Zudem habe der Iran angekündigt, die militärische Präsenz in der Straße von Hormus auszuweiten. Durch diese Meerenge werden 20 Prozent des seewärtig gehandelten Rohöls transportiert. Trotz der Inbetriebnahme einer Ölpipeline in den Vereinigten Arabischen Emiraten wären im Falle einer Blockade noch immer große Teile der Ölproduktion in den Golfstaaten vom Weltmarkt abgeschnitten.
Während Brent durchgehend im Plus tendierte, drehte der WTI-Preis erst am Nachmittag nach einem stärker als erwartet ausgefallenen Anstieg des Empire-State-Index in den USA ins Plus. Das Stimmungsbarometer für das produzierende Gewerbe im Staat New York ist im Juli von 2,29 Punkten im Vormonat auf 7,39 Zähler geklettert. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 4,00 Punkte gerechnet.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt ebenfalls gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 99,10 Dollar. Das waren 1,78 Dollar mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(dpa-AFX)






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