Nach einer vom US-Finanzdienstleister MarketWatch durchgeführten Umfrage hat die Mehrheit der befragten Volkswirte nach den heute veröffentlichten US-Daten zum Einzelhandel und den Lagerbeständen ihre US-Wachstumsprognose für das zweite Quartal von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten korrigiert. Vor sechs Monaten gingen die Experten noch von einem Wachstum von 2,6 Prozent aus.
Den pessimistischsten Ausblick gab dabei Analyst Stephen Stanley von Pierpont Securities. Er hat seine Prognose für das zweite Quartal von 1,25 auf 0,6 Prozent gesenkt. Seiner Meinung waren die Zahlen für den US-Einzelhandel "schrecklich". Seiner Meinung nach hat sich die Wirtschaft von einer "Abschwächung" fast auf das Niveau einer "Stagnation" abgekühlt. Seiner Einschätzung nach sind dafür zwei Faktoren verantwortlich. Zum Einen gibt er der US-Notenbank eine Mitschuld. Die Geldpolitik der Fed sei zu "hyperaktiv". Weiter sieht er eine geringe, aber zunehmende Chance, dass sich die US-Politiker vor den Präsidentschaftswahlen nicht auf eine Lösung bei dem Problem des sogenannten "Fiscal Cliff" einigen. Dabei geht es um Ende dieses Jahres auslaufende Steuervergünstigungen und automatischen Ausgabekürzungen.
(BoerseGo.de)






DNB
Vontobel
weiterlesen