Was wenn die deutschen Verfassungsrichter den ESM nicht kippen? Was dann kommen könnte, hat Erwin Grandinger, Analyst bei EPM Group Berlin, fiktiv durchgespielt (http://www.welt.de/ ). Eine spannende Geschichte, die damit endet, dass immer mehr Leute, denen es möglich ist, Deutschland den Rücken kehren. Denn auch wo anders ist es schön, ohne dass man sich deshalb seines Vermögens wegen anfeinden lassen oder mit Zwangskonfiskation rechnen muss. Denn selbst in der CDU gibt es mit Ministerpräsident Haseloff (Sachsen-Anhalt) Anhänger für Zwangsenteignungen.
Für Österreich gilt das eins zu eins. Auch hier finden die Enteignungsvorschläge des DIW großen Anklang. Immer mehr strategisch denkende Vermögensberater weisen daher ihre Kunden darauf hin, die Option einer Auswanderung zu prüfen. In Frankreich haben mit Hollandes Wahlsieg bereits die ersten die Koffer gepackt und gehen nach London oder Genf. Mag man sie ziehen lassen, wird der eine oder andere Klassenkämpfer denken. Das Dumme ist nur: Auch die Industrie wird mit abwandern. Mittelständische Unternehmen drohen im Ernstfall auch abzuwandern, denn das ist heute in einer globalisierten Welt leichter denn je (http://www.focus.de/ ). Und das kann ihnen keiner verdenken! Zudem: Wer mag in so einem Land noch investieren, wo man nicht weiß, ob ihn die unfähige Politikerkaste dann später für ihr Versagen zur Kasse bittet? Ohne Rechtssicherheit keine Investitionsneigung, hat sich in der Vergangenheit oft gezeigt. Alles in allem könnte daher die Reichenhatz nach hinten losgehen. Wie ein Land ohne Reiche aussieht, hat im übrigen die DDR bewiesen. Nicht unbedingt ein Modell, an dem man sich orientieren muss.
(cr)






DNB
Vontobel
weiterlesen