Der Handel mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart verlief im Juni sehr ruhig. Das Umsatzvolumen ging um 3,9 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro zurück. Hauptursache für den Umsatzrückgang ist die Verunsicherung und die damit verbundene Zurückhaltung der Anleger aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise. Die Börsen führten 367.877 Kundenorders aus. Die durchschnittliche Ordergrösse betrug 10.132 Euro nach 9614 Euro im Vormonat.
Anlage hui, Hebel pfui
Im Fokus der Anleger standen insbesondere Anlageprodukte. Das Handelsvolumen steigerte sich gegen den allgemeinen Markttrend um 2,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Ordergrösse betrug 26.941 Euro und legte damit um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Die Zahl der Orders nahm dagegen leicht um 0,2 Prozent auf 83.497 ab. Der Anteil der Anlagezertifikate am Gesamtvolumen wuchs von 56,6 Prozent im Mai auf 60,3 Prozent im Juni.
Die Handelsaktivitäten bei den Hebelprodukten wie Optionsscheinen und Knock-Out Produkten ging im Juni spürbar zurück. Das Handelsvolumen sank um 12,1 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Ordergrösse betrug 5197 Euro, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber Mai. Die Zahl der Kundenorders verringerte sich um 11,1 Prozent auf 284.380. Der Anteil der Hebelprodukte am Gesamtvolumen verminderte sich von 43,4 Prozent auf 39,7 Prozent.
Im Juni wurden 157.652 Anlagezertifikate und Hebelprodukte neu gelistet. An den Börsen in Frankfurt und Stuttgart stand Anlegern somit eine Produktpalette von 426.838 Anlagezertifikaten und 481.993 Hebelprodukten zur Verfügung.
Deutsche Bank bleibt Erster
Die Rangliste der Emittenten wurde im Juni von der Deutschen Bank, der Commerzbank und der DZ Bank angeführt. Die Deutsche Bank verteidigte mit einem Handelsvolumen von 1 Mrd. Euro und einem Marktanteil von 26,9 Prozent die Spitzenposition. Dahinter folgte die Commerzbank mit Börsenumsätzen von 924,8 Mio. Euro und einem Anteil von 24,8 Prozent. Auf den dritten Rang rückte die DZ Bank mit einem Handelsvolumen in Höhe von 248 Mio. Euro vor. Ihr Marktanteil betrug 6,7 Prozent. BNP Paribas sicherte sich mit 239,8 Mrd. Euro und einem Marktanteil von 6,4 Prozent den vierten Platz. Die Royal Bank of Scotland folgte mit Börsenumsätzen von 189,5 Mio. Euro und einem Anteil von 5,1 Prozent auf dem fünften Rang.
Die Börse Stuttgart setzte im Juni mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten 2,4 Mrd. Euro um. Sie sicherte sich damit einen Marktanteil von 63,6 Prozent. Insgesamt führte die Stuttgarter Börse 231.136 Kundenorders aus. Die Börse Frankfurt verzeichnete im Juni Umsätze von rund 1,4 Mrd. Euro. Das ergab einen Marktanteil von 36,4 Prozent. Insgesamt führte sie 136.741 Kundenorders aus.






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