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Reichensteuer, Zwangsanleihen und sonstige Grausamkeiten   Facebook be



12.07.2012
 
Kommentar von Christoph Rohrmoser

Das ganze Register des Gruselkabinetts wird gezogen, wie es Euro-Kritiker immer schon gefürchtet haben. Zuerst wurde mit der Euro-Einführung nur EU-Geld verjuxt, jetzt haften Deutschland (und andere Länder wie Ö, Finnland, NL) über die Rettungsschirme und Targetsalden mit hohen Milliardenbeträgen, und da das immer noch nicht reichen wird, werden nun Zwangsanleihen für angeblich „Reiche“ diskutiert. Wobei in Wirklichkeit der Mittelstand gemeint ist, denn jemanden als reich zu bezeichnen, der ein Nettovermögen von über 250.000 Euro hat, kann ja nur mehr als krank bezeichnet werden, denn jedes Einfamilienhaus mit einem Garten kostet inzwischen mehr, vom Miteigentum selbst an Kleinunternehmen ganz zu schweigen. Dass das nicht nur Planspiele am Papier des DIW (Dt. Institut für Wirtschaftsforschung) sind, ist anzunehmen, vielmehr handelt es sich um gezielt veranlasste Auftragsschreiberei, mit der diverse Testballons gestartet werden.

Letztlich werden aber auch Zwangsanleihen, wie es so schön heißt, nicht reichen, und werden alle die Zeche bezahlen. Ein weiterer Schritt ist die Plünderung der deutschen (österreichischen, holländischen etc. ) Sparguthaben zugunsten von Bankenrettungen in der Außenperipherie durch die Vergemeinschaftung der Bankenhaftung. Während Finnlands Finanzministerin bereits einen Euro-Austritt im Falle weiterer Haftungen angekündigt hat, und von den Niederlanden Ähnliches zu erwarten ist (wird keine harte Linie von den Regierungsparteien vertreten, gewinnen die nächste Wahl die Rechtspopulisten und der Euroaustritt ist fix), wartet man in Österreich und Deutschland vergeblich auf eine deutliche Ansage. Hier wird vielmehr jede Zumutung seitens Brüssel abgenickt.

Bevölkerung als großer Profiteuer des Euros?

Angeblich hat die Bevölkerung von der Euroeinführung enorm profitiert, heißt es, und da Papier geduldig ist, finden sich auch da und dort entsprechende Studien (manche auf Basis von Schätzungen aus den 90er Jahren(!)). Nur, wer hat denn profitiert? Allenfalls die Manager der europäischen Großbanken und Eigentümer und Manager großer Export-Produzenten, wo sich Führungskräfte Gehälter und Boni zugeschanzt haben, die vor der Euro-Einführung, in DM oder ATS gerechnet, noch undurchsetzbar gewesen wären. Und natürlich die politische Elite der EU und der aufgeblasene Verwaltungsapparat in Brüssel.

Wer aber von der breiten Bevölkerung hat von der Euro-Einführung profitiert? Etwa Sie, der/die Sie diesen Artikel gerade lesen? Weder gab es seither große Lohnzuwächse, obwohl die Inflation, vor allem die laufenden Lebenshaltungskosten seither weit mehr anstiegen, als es die geduldigen Inflationsstatistiken mit ihren Wellensittichen und Motorbooten im Warenkorb vorgaukeln wollen., noch waren die Anleger, Kleinaktionäre, Pensionisten die Gewinner. Ganz im Gegenteil. Durch massive Zinsmanipulationen seitens der Zentralbanken werden Sparer und Anleihehalter mit lächerlich geringen Zinsen abgespeist, sind die Halter von Lebensversicherungspolizzen die großen Verlierer, und die Pensionssparer sowieso, weil die Pensionskassen keinen ansprechenden Ertrag mehr erzielen können. Zusätzlich werden alle Anleger noch mit der Abgeltungsteuer/Vermögenszuwachssteuer (und wie sie im jeweiligen Land eben heißen) geschröpft. Der nächste Schritt ist eine Vermögenssteuer, der Grün-Linke ohnehin schon zujubeln, oder gleich Zwangsabgaben oder Zwangsanleihen für den Mittelstand (wie im Kaiserreich zur Kriegsfinanzierung oder in der Weimarer Republik), was der Bevölkerung als Reichensteuer verkauft wird. Wobei hinzuzufügen ist, dass die „Reichen“ die Euro-Misere meist auch nicht verschuldet haben und nicht einzusehen ist, wieso sie jetzt Griechenland, Spanien und Italien aus der Pfanne hauen sollen wegen einer Politik, vor allem in Deutschland (und Ö), die nicht in der Lage ist, die Interessen ihrer Bürger zu vertreten.


(cr)

PS: Es sei noch auf die Links in folgendem Artikel verwiesen, die zum Thema passen: http://www.goldseitenblog.com/


 
 

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