Die deutsche NordLB hat mit der Ausgabe des weltweit ersten Flugzeug-Pfandbriefs eine halbe Milliarde Euro eingesammelt. Das Papier, das auf Krediten zur Finanzierung von Flugzeugen basiert, hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 1,625 Prozent verzinst. "Die NordLB hat sich als international führender Flugzeugfinanzierer massgeblich für die Einführung des Flugzeug-Pfandbriefs als neue Anlageklasse eingesetzt", sagte der zuständige NordLB-Vorstand Hinrich Holm. Dadurch erweitere die Bank auch ihre Möglichkeiten, sich zu refinanzieren.
Flugzeuge können seit 2010 neben Immobilien, Staatskrediten und Schiffen als Sicherheit für Pfandbriefe dienen. Nach der NordLB will auch die DVB Bank noch in diesem Jahr mit einem Flugzeug-Pfandbrief an den Markt gehen. Bei der Emission des NordLB-Pfandbriefs rannten die Investoren dem Geldhaus die Türen ein. Das Orderbuch habe bereits nach knapp zwei Stunden das avisierte Volumen von 500 Mio. Euro um mehr als das Doppelte überschritten, teilte die Bank mit. 95 Prozent des Volumens seien am Ende bei Versicherungen, Sparkassen, Fonds und Vermögensverwaltern in Deutschland platziert worden.
Deutsche Pfandbriefe gelten als besonders sicher, weil sie nicht nur mit Kreditforderungen besichert sind, sondern auch die zugrundeliegenden Werte im Deckungsstock regelmässig auf ihre Substanz überprüft werden. Als Deckungsstock eignet sich nur ein Teil der Flugzeug-Finanzierungen: Zugelassen sind nur Darlehen aus bestimmten europäischen Ländern und den USA. Zudem dürfen die Flugzeuge ein bestimmtes Alter nicht überschreiten.
(APA/Reuters)






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