Das Hickhack um die Schuldenkrise verleidet europäischen Investoren die Lust an börsennotierten Indexfonds (ETFs) auf ihren Heimatmarkt. Von den zehn in Europa gelisteten ETFs, die zwischen Anfang Jänner und Ende Mai die stärksten Mittelabflüsse verbuchten, bezogen sich neun auf den europäischen Aktien- beziehungsweise Anleihenmarkt, wie ein Branchenbericht des ETF-Anbieters State Street Global Advisors zeigt.
Auch Fonds auf den deutschen Leitindex Dax standen demnach überwiegend auf den Verkaufslisten. Im vergangenen Jahr hatten sie als sicherer Hafen noch hohe Zuflüsse verbucht, während der Ausverkauf in Bezug auf die übrigen Europa-ETFs bereits eingesetzt hatte. Stattdessen waren 2012 bisher vor allem Schwellenländer-Aktienfonds gefragt.
"Europas Probleme spiegeln sich zweifelsfrei in den bisherigen ETF-Mittelflüssen wieder", kommentierte State Street das Investitionsverhalten. Die Abflüsse aus europäischen Aktien- und Anleiheprodukten reflektiere das mangelnde Vertrauen der Investoren in die Region. Wegen der anhaltenden Euro-Schwäche schaue sich eine zunehmende Zahl von ihnen in Schwellenländern um, um von der dortigen Aufwertung der Lokalwährungen zu profitieren.
(APA/Reuters)






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