Die “Schuldenfalle” bleibt bestehen, auch wenn die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei ihrem Treffen in Brüssel eine Einigung erzielt haben. Das erklärte Bill Gross, der Verwalter des weltgrössten Anleihefonds und Chief Investment Officer von Pacific Investment Management Co. (Pimco).
Sein Unternehmen werde auch weiterhin Bonds aus Staaten wie Portugal und Spanien meiden und lieber auf US-Treasuries und Hypothekenpapiere setzen.
Die EU-Spitze hatte sich auf ihrem Gipfeltreffen auf Erleichterungen bei den Konditionen der Krisenkredite für die spanischen Banken geeinigt. Die EU-Hilfen werden gewährt unter Verzicht auf den vorrangigen Gläubigerstatus bei Notkrediten an spanische Banken.
Auch die Konditionen für etwaige Hilfen an Italien sind gelockert worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab ihren Widerstand dagegen auf. Damit steigt der Anreiz für private Geldgeber, Spanien weiter Geld zu verleihen. Zudem wurde ein Wachstumsplan im Volumen von 120 Mrd. Euro abgesegnet.
Gross hatte den Anteil von US-Staatspapieren im 261 Mrd. Dollar schweren Total Return Fund im Mai auf 35 Prozent erhöht. Hypothekenpapiere bleiben allerdings mit einem Anteil von 52 Prozent der wichtigste Bestandteil des Fonds, wie aus Informationen von der Pimco-Website hervorgeht.
Pimco verwaltet insgesamt ein Vermögen von 1,7 Billionen Dollar und ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Versicherers Allianz SE.
(Bloomberg)






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