Finanzaufseher sind dem Ziel eines gemeinsamen chinesischen Marktes für börsennotierte Indexfonds (ETFs) ein Stück nähergekommen. Am Freitag wurden die ersten ETFs parallel in Hongkong sowie an den Börsen in Shanghai und Shenzhen gelistet, teilte die Hongkonger Securities and Futures Commission (SFC) mit.
Bisher waren in Shanghai und Shenzhen nur ETFs gelistet, die in China ausserhalb Hongkongs aufgelegt worden waren. Diese Fonds wurden bis jetzt aber nicht für Notierungen an der Hongkonger Börse zugelassen. Abgesehen davon ist der Hongkonger ETF-Markt deutlich vielfältiger, denn dort sind auch ausländische Fonds gelistet.
Shanghai und Shenzhen gelten unter Experten als chinesischer Aktienmarkt. Hongkong wird - obwohl es politisch zu China gehört - in der Regel gesondert betrachtet. Denn dort ist eine eigene Finanzaufsicht zuständig, es gelten andere Regeln, es sind zahlreiche ausländische Wertpapiere gelistet und vor allem ausländische Investoren aktiv. Die jetzige Erlaubnis der Finanzaufseher ist nur einer von vielen Schritten, um den chinesischen Gesamtmarkt für börsennotierte Indexfonds zu liberalisieren.
Am Freitag liess die SFC einen chinesischen ETF, der ausserhalb Hongkongs aufgelegt wurde, für ein Hongkonger Listing zu. Gleichzeitig notierte die China Securities Regulatory Commission der SFC zufolge die ersten beiden Hongkonger ETFs in Shanghai und Shenzhen.
Gemessen am verwalteten Vermögen ist China der drittgrösste und Hongkong der zweitgrösste ETF-Markt in der Region Asien-Pazifik hinter Japan, wie Zahlen der Deutschen Bank zeigen. Im Vergleich zum aktuellen ETF-Vermögen von 275 Mrd. Dollar (218 Mrd. Euro) in Europa und 1,04 Billionen Dollar in den USA sind die rund 24 Mrd. Dollar in Hongkong und 20 Mrd. Dollar in China jedoch nur ein Bruchteil.
(APA/Reuters)






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