Als Ergebnis der gestrigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) standen zwar (noch) keine weiteren Massnahmen zur Auffrischung des Anleihenkauf-Programms („QE3“). Die Fed gab aber bekannt, ihre „Operation Twist“ bis Jahresende fortzusetzen.
Mohamed El-Erian, CEO des weltweit größten Anleihen-Investors PIMCO hat die Politik der Fed scharf kritisiert. Diese Politik erzeuge Verwerfungen, für deren Entzerrung es viele Jahre brauche.
„Die Fed tut nicht mehr, als sich etwas mehr Zeit zu erkaufen. Dabei werden sich Kollateralschäden auftürmen, die noch qualvollere geldpolitische Schritte zur Folge haben werden“, erklärt er in Financial Times.
Die Fed heble die Funktion des Marktes aus, verhindere eine marktgerechte Preisbildung und verzerre die Kapitalverteilung, so El-Erian.
Unbegrenzte Zentralbank-Liquidität für Geschäftsbanken, ungewöhnlich niedriger Leitzins für sehr lange Zeit, Ankauf von US-Staatsanleihen im Umfang von mehr als 1 Billion US-Dollar, künstliche Drückung der langfristigen Zinsen: Die US-Notenbank hat in der die Finanzmarktkrise alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das amerikanische Bankensystem am Leben zu erhalten.
(Goldreporter/red)






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