BElogs foonds
 
 Last 24h: 3 

Twitter

 
Infofolder:
Christian Drastil
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 4:21, 26.5.2013

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Kommentar

© Börse Express

"Deutsche und US-Staatsanleihen sind stark überbewertet"   Facebook be



20.06.2012
 

Marktkommentar der Comgest-Fondsmanager von Vincent Strauss, Laurent Dobler, Céline Piquemal-Prade

Inhaber von Schatzbriefen akzeptieren real negative Renditen, Sparer bezahlen ihre Bank für die Erhaltung ihres Kapitals. Wer regelmässige Erträge sucht, investiert oft in andere gefährlich überbewertete Asset-Klassen. Die Risikoprämie für US-Aktien ist gegenwärtig mit 8,2% so hoch, wie seit Anfang der 70er Jahre nicht mehr. In diesem schwierigen Umfeld empfiehlt Comgest daher die Rückkehr zu einem fundamentalen Investmentansatz.

„Wir halten Aktien grundsätzlich für sehr attraktiv, andere Anlageklassen, insbesondere deutsche und US-Staatsanleihen, sind dagegen unserer Meinung nach stark überbewertet“, meint Vincent Strauss, CEO und Fondsmanager bei Comgest. Nach der Internet-Blase Ende der 90er Jahre erlebe man heute Preisübertreibungen bei Vermögenswerten, die als wenig riskant gelten. Schatzbriefe, Sparbücher und selbst Immobilien sind für Anleger nicht mehr rentabel. Die Risikoprämie für US-Aktien ist gegenwärtig mit 8,2 % so hoch, wie seit Anfang der 70er Jahre nicht mehr. Dazu Céline Piquemal-Prade, Fondsmanagerin für globale Aktien bei Comgest: „Wir empfehlen die Rückkehr zu einem fundamentalen Anlageansatz. Da die Dividendenrenditen nun weltweit deutlich über den Anleiherenditen liegen, rechnen wir in den nächsten fünf Jahren tatsächlich mit einer Outperformance der Aktienmärkte.“

Das Comgest Investment-Team sieht Zeichen einer Verbesserung der Weltwirtschaftslage. In den USA wachse der Kreditmarkt und die Unternehmensinvestitionen stiegen wieder – zwei positive Signale von der anderen Seite des Atlantiks. Auch in China sei eine deutliche Zunahme der Kreditvergabe zu verzeichnen. Ein solcher Anstieg habe in der Vergangenheit immer einen Aufschwung der Industrieproduktion in den darauffolgenden Monaten nach sich gezogen. Aktien seien deshalb heute sehr attraktiv. Allerdings werde kein allgemeiner Anstieg der Aktienkurse erwartet. Vielmehr gehe man davon aus, dass die Hausse einer Steigerung der Gewinne zu verdanken sein wird. Die Unternehmensmargen seien gegenwärtig auf ihrem historischen Höchststand. In den nächsten Quartalen würden sie dem klassischen Modell folgend unter Druck geraten. Vincent Strauss sagt: „Wir befinden uns in der zweiten Phase eines Konjunkturzyklus, in der die Unternehmen investieren und Personal einstellen und in der die Konkurrenz sehr aktiv ist. Das lässt wenig Raum für eine Ausweitung der Margen. Daher wird das Wachstum durch die Umsätze erzeugt werden müssen.“

Während ausserdem das Wachstum in den letzten zwölf Jahren vor allem den Schwellenländern und den Rohstoffen zu verdanken gewesen sei, finde nun ein grundlegender Wandel statt. Da China für sein Wachstum weniger Rohstoffe benötige, seien der Energie- und der Rohstoffsektor in den letzten zwölf Monaten deutlich ausgebremst worden. Dies wiederum hätte diejenigen Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen, die stark von Rohstoffexporten abhängig seien. Das Fondsmanagement von Comgest berücksichtigt diese nachhaltige Veränderung und investiert daher weder in den Energie- noch in den Rohstoffsektor.

Wo also ist das Wachstum zu finden? Céline Piquemal-Prade erläutert: „Die Unternehmen in unseren globalen Portfolios profitieren von traditionellen Wachstumstrends in Technologie, Industrie und Konsum, die es ihnen erlauben sollten, aus dieser Änderung der Wirtschaftslage beträchtlichen Nutzen zu ziehen.“ So würden 35% der von Comgest ausgewählten Unternehmen von der wachsenden Mittelschicht in den Schwellenländern profitieren – wie etwa Cinemark, Suzuki und Heineken. Weitere 35% seien innovative Unternehmen, z.B. Biomarin, Google oder Iliad. 15 % schliesslich hätten Ausgaben und Produktivität optimiert (Fanuc, Keyence, Capita) und 12% von der alternden Gesellschaft profitiert (Hoya, Medtronic, Johnson & Johnson). Diese Unternehmen dürften in den Augen des Comgest Portfoliomanagements ihre Gewinne 2012 um durchschnittlich 12 % erhöhen. Dagegen werde in diesem Jahr weltweit nur eine Steigerung der Unternehmensgewinne um 10 % erwartet. Trotz des höheren Gewinnwachstums weise das globale Comgest Portfolio für 2013 ebenso wie der Vergleichsindex MSCI AC World ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 auf.

Und wo steht Europa heute? Etwa am Beginn einer neuen „Nifty-Fifty“-Ära, wie manche Beobachter behaupten? Das Europa-Aktienteam von Comgest kann dies weder ausschliessen noch bestätigen. Der Portfoliomanager des Comgest Fonds „Growth Europe“, Laurent Dobler, ist optimistisch: „Unsere Europa-Aktienfonds konnten die Märkte seit mehr als 18 Monaten deutlich outperformen. Und: „In den vergangen drei Jahren hat sich unser Quality-Growth-Ansatz mit einer jährlichen Wertentwicklung unseres Europa-Aktienportfolios von über 15 % mit grossem Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld bewiesen.".


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

23.05.2013
Monika
Rosen

In der Defensive
21.05.2013
Stefan
Gutbrunner

Die Wahrheit über den DAX
 
 
loading..

Archivsuche:


Fonds-Matrix
DNB     Vontobel

 
Aktuelle Newsletter
foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 24.Mai
 
Christa Grünberg, 24.05.2013
Sehr geehrte LeserInnen, Sparen ist anscheinend nicht mehr in, außer bei uns Österreichern. In Deutschland ist Konsum angesagt und auch die Staaten werden mit ihren Sparprogrammen zögerlicher. Das erste ist Fakt, bewiesen heute durch den ...
weiterlesen


Zertifikate Express
 
Michael Plos, 24.05.2013
Liebe LeserInnen! Willkommen bei der neuen Ausgabe des österreichischen Newsletters für Zertifikate und CFDs! Gemeinsam mit einigen anderen Journalisten-Kollegen hatte ich gestern die Möglichkeit an "Zertifikate in-sight" teilzunehmen. Die...
weiterlesen


(Wochenschluss-ig-er) Morning Espresso für Trader, 24.5.
 
24.05.2013
Liebe Leser! Während die weltweiten Aktienmärkte am Donnerstag stark unter Druck standen, fielen die Abgaben an der Wall Street vergleichsweise moderat aus. Überraschend starke Daten vom US-Immobilienmarkt sorgten für eine Stimmungsaufhellung, ...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 23. Mai
 
Stefan Gutbrunner, 23.05.2013
Liebe Leserinnen und Leser, Wie viele Immobilien besitzen die Wiener? Um darauf Antworten zu bekommen, führte die Österreichische Notariatskammer eine Umfrage durch (siehe unten). Das erstaunliche Ergebnis: 40 Prozent der Wiener nennen eine Im...
weiterlesen


Immo Express: Was hat die AIFM-Richtlinie mit Immos zu tun?
 
Susanne Leiter, 23.05.2013
Herzlich willkommen zum Immo Express, Highlight der abgelaufenen Immo-Woche war wohl das Immobilien Cafe BE, das unser Kollege Christian Drastil mit den Vorständen von CA Immo, conwert, Immofinanz und S Immo führte. Themen waren natürlich die e...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 23.05.2013
Sehr geehrte LeserInnen, Bausparen erholt sich - doch zahlt sich das auch in Zeiten einer gesunkenen staatlichen Förderung für den Sparer auch wirklich aus. Auch dieser Frage sind wir diesmal nachgegangen. Ihr Robert Gillinger PS: Mit we...
weiterlesen


Venture Woche - AIFM, Niemetz, Finatem, FMW Industrieanlagenbau, WKBG, etc.
 
Christine Petzwinkler, 23.05.2013
Liebe VC-/PE-Community! Spannender als so manche Tatort-Folge waren die jüngsten Entwicklungen und Nachrichten rund um den Schwedenbomben-Hersteller Niemetz. Die Eigentümer-Familie hat offenbar lange um eine Finanzierung gekämpft. Vergebens, wi...
weiterlesen