Der österreichische Zertifikatemarkt kann den positiven Wachstumstrend der Vormonate im Mai nicht fortsetzen. Laut der jüngsten Marktstatistik des Zertifikate Forum Austria sinkt das Gesamtmarktvolumen, das bei österreichischen Privatanlegern platziert ist, per 31. Mai 2012 um 1,4 Prozent bzw. 195 Millionen Euro auf 13,6 Milliarden Euro. Massgeblich beeinflusst hat diese Entwicklung einige ausgelaufene und zurückbezahlte Zinsprodukte. Auf Jahressicht verzeichnet der Gesamtmarkt jedoch weiterhin eine positive Entwicklung und wächst seit Jänner 2012 um 4,7 Prozent bzw. 617 Millionen Euro.
Entgegen der Gesamtmarktentwicklung ist der Open Interest exkl. Zinsprodukte der führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs – Raiffeisen Centrobank, Volksbank, Erste Group Bank, Bank Austria und Royal Bank of Scotland mit einem geschätzten Marktanteil von 75 Prozent – im Berichtsmonat gewachsen und um 0,5 Prozent bzw. 26 Millionen Euro höher als im April. Per Ende Mai beläuft sich das Volumen auf 5,5 Milliarden Euro.
Das Wachstum im Mai lässt sich ausschliesslich auf Anlageprodukte zurückführen, Hebelprodukte verzeichnen im Vergleich einen überdurchschnittlichen Volumenrückgang. Aufgrund dieser Entwicklung vergrössert sich der Anteil von Anlageprodukten am Gesamtmarkt auf 99,5 Prozent (Vormonat: 99,3 Prozent). Der Anteil von Hebelprodukten liegt demnach bei 0,5 Prozent.
Das Volumen von strukturierten Zinsprodukten geht aufgrund einiger ausgelaufener Produkte im Mai zurück und sinkt erstmals in diesem Jahr, und zwar um 3,5 Prozent bzw. 175 Millionen Euro auf 4,67 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn kann das Volumen aber dennoch zulegen und wächst um 11,7 Prozent bzw. 490 Millionen Euro.






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