Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch die Hoffnung auf mögliche Konjunkturhilfe durch die Notenbanken gestiegen. Die Unsicherheit an den Märkten sei aber vor den Wahlen in Griechenland am Sonntag weiter sehr hoch. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 97,64 US-Dollar. Das waren 47 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 24 Cent auf 84,16 Dollar.
An den Märkten gebe es nach Gerüchten die Erwartung, dass die großen Notenbanken der G20-Staaten bei einem ungünstigen Wahlausgang in Griechenland rasch Notfallmaßnahmen ergreifen werden, sagten Händler. Die etwas gestiegene Risikofreude habe die Ölpreise gestützt, sagten Händler. Auch der Dollar notierte etwas schwächer, was Rohöl günstiger für Anleger macht.
Eine Reihe von enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA habe zudem die Wahrscheinlichkeit für eine weitere quantitative Lockerung durch die US-Notenbank erhöht. Die weitere Entwicklung an den Ölmärkten dürfte jedoch ganz entscheidend von dem Wahlausgang in Griechenland abhängen. Die Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen hatte die Ölpreise in den vergangenen Wochen stark belastet.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 95,22 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(dpa-AFX)






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