„Mittel- bis langfristig“, meint Vontobel, „könnten einige Faktoren für einen weiteren Anstieg des Goldpreises sprechen“. Hierbei werden schwache Wirtschaftsdaten, sowie ein leichter Rückgang der Inflation und steigender politischer Druck genannt, weil diese die Wahrscheinlichkeit weiterer quantitativer Lockerungsmassnahmen erhöhen.
Signale aus Europa und USA
Sowohl im Euroraum, als auch in den USA, wurden in letzter Zeit vermehrt Stimmen für weitere Eingriffe der Zentralbanken laut. So verstärkte Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, den Druck auf die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euro-Raum zu senken, was zuletzt aber nicht passiert ist. Ähnliche Signale sind auch aus den Vereinigten Staaten zu vernehmen: Der CO-CIO von Pimco, Bill Gross, bezifferte in einem Interview die Wahrscheinlichkeit einer dritten Runde des Quantitative Easing Programms (QE3) auf 60 Prozent. Anders ausgedrückt: Die Notenpresse könnte möglicherweise erneut angeworfen werden. „Dies würde wahrscheinlich zu einem Abwerten der betroffenen Währung sowie steigender Inflationsängste führen, was wiederum eine stärkere Nachfrage nach Gold zur Folge haben könnte“, so Vontobel.
Trotz des rasanten Preisanstiegs in den vergangen Jahren, verharrt die Goldförderung auf einem niedrigen Level. So wurden im März dieses Jahres 208 Tonnen Gold gefördert. Dies entspricht einem geringeren Niveau als im Jahre 2000, als die weltweite Förderung durchschnittlich bei 213 Tonnen im Monat lag. Gleichzeitig ist die physische Goldnachfrage ungebrochen hoch. „Vor allem China kaufte in den letzten Monaten verstärkt Gold. Im April sind die Goldimporte Chinas aus Hongkong, gemäss Daten des Statistikbüros der ehemaligen britischen Kronkolonie, im Vergleich zum Vormonat um 65 Prozent auf ein Rekordniveau von 103,6 Tonnen gestiegen. Setzt sich diese Dynamik im Jahresverlauf fort, könnte China mehr als 700 Tonnen Gold einführen“, erklärt die Schweizer Bank.
Das un-physische Engagement
Anleger, die über ein Engagement in Gold nachdenken, für die ein physisches Investieren jedoch nicht interessant ist, könnten bei Zertifikaten fündig werden.
Vontobel bietet beispielsweise ein Index-Zertifikat auf den Gold Total Return Index an. Die ISIN lautet DE000VT1FCF3. Es handelt sich dabei um ein open-end Zertifikat ohne Quanto-Funktion. Das heisst, dass Anleger nicht nur dem Marktrisiko, sondern auch dem Währungsrisiko (Abschwächung des US-Dollar gegenüber dem Euro) ausgesetzt sind. Als Basiswert dient nicht der Gold-Preis, sondern der Gold Total Return Index - JPMorgan Commodity Curve. Die Managementgebühr beträgt 1 Prozent pro Jahr. Das Zertifikat ist derzeit um 122,7 Euro zu erwerben.
Vontobel hat aber auch ein Discount-Zertifikat im Angebot. Als Basiswert dient Gold (Troy Ounce). Die ISIN des Zertifikats lautet DE000VT26DK9. Die Laufzeit endet am 12. Juni 2013. Ausgabetag war der 17. Oktober 2011. Die maximale Rendite liegt bei 30,4 Prozent bzw. 30,06 Prozent pro Jahr. Der Höchstbetrag liegt bei 2000 Euro. Derzeit kostet das Produkt 123,19 Euro.






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