Spanien ist “effektiv insolvent”. Diese Einschätzung hat Charles Diebel, Chef für Marktstrategie bei Llodys Bank Corporate Markets, in einer aktuellen Notiz an seine Kunden vertreten.
Die derzeitigen Renditen spanischer Anleihen würden eine Insolvenz einpreisen, und Italien folge “nicht weit dahinter”. Gleichzeitig stellte er fest, dass Spanien mit Blick auf den Euro schlichtweg “too big to fail” sei.
Diebel beobachtet nach eigenen Angaben derzeit eine grössere Flucht der Investoren aus der Euroraum-Peripherie als bei anderen Wellen in der Vergangenheit.
In der vergangenen Woche hatte die spanische Bankia-Gruppe erklärt, sie benötige für ihre Restrukturierung weitere rund 19 Mrd. Euro vom Staat. Angefragt werden sollen die Mittel beim spanischen Banken-Rettungsfonds FROB. Investoren sorgen sich um den Zustand der gesamten spanischen Bankenbranche.
Standard & Poor’s (S&P) hatte zudem am späten Freitag die Bonitätsnote von Bankia auf “Ramsch“-Niveau gesenkt. Zur Begründung verwies die Ratingagentur auf die Abschwächung der spanischen Wirtschaft.






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