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Schlechte Zeiten

Versicherungsbranche dürfte 2009 schrumpfen   Facebook be



14.05.2009
 
Finanz- und Wirtschaftskrise fordern Tribut - Verband rechnet mit Prämien-Bandbreite von +0,8 bis -1,9 % - Leben und Kfz jedenfalls im Minus - Nur Krankensparte wächst spürbar

Die Versicherungswirtschaft in Österreich wird durch die Finanz- und Wirtschaftskrise einen noch stärkeren Dämpfer erleiden als noch vor einigen Monaten erwartet. Die Prämieneinnahmen könnten heuer insgesamt sogar leicht sinken, geht aus der neuesten Verbandsprognose hervor, die sich in einer Bandbreite von +0,8 bis -1,9 Prozent bewegt. Im Februar hatte die Branche für 2009 noch 1,5 Prozent Zuwachs erwartet. Im Vorjahr stiegen die Einnahmen laut endgültigen Angaben um 2,1 Prozent auf 16,214 Mrd. Euro.

Jedenfalls ins Minus rutschen werden die Prämieneinnahmen heuer in den Sparten Leben und Auto-Haftpflicht, wo -1,2 bis -4,7 bzw. -2,0 bis -3,6 Prozent prognostiziert sind. Um 2,8 bis 3,2 Prozent wachsen soll dagegen die private Krankenversicherung, und auch für Schaden/Unfall werden Zuwächse erwartet (+0,1 bis +2,1 Prozent).

2008 konnten die heimische Assekuranz ihre Einnahmen noch spürbar steigern, absolut gesehen am kräftigsten in Leben um 2,2 Prozent auf 7,36 Mrd. Euro, gefolgt von Schaden/Unfall (samt Kfz) um 1,9 Prozent auf 7,32 Mrd. Euro und Kranken um 3,5 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro.

Die Leistungen der Versicherer wuchsen im Vorjahr insgesamt um 7,3 Prozent auf 11,549 Mrd. Euro. In Leben legten die Leistungen um 10,4 Prozent auf 5,45 Mrd. Euro zu, in Schaden/Unfall um 5,2 Prozent auf 5,05 Mrd. Euro und in Kranken um 2,2 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro.

Trotz der Auswirkungen der globalen Finanzkrise seien die heimischen Versicherungen einer der stabilsten Pfeiler der heimischen Wirtschaft, betonten Spitzenvertreter des Versicherungsverbandes am Donnerstag in einem Pressegespräch. Die vertraglichen Ansprüche und das verwaltete Kapital der Kunden seien sicher, das Geschäftsmodell Versicherung bewähre sich. Ende 2008 hielten die heimischen Versicherungsgesellschaften Vermögenswerte von 87,698 Mrd. Euro, hauptsächlich Schuldverschreibungen, Fonds, Liegenschaften, Darlehen und Guthaben; die Aktienquote betrug lediglich 4,07 Prozent.

(APA)


 
 

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