Der womöglich anstehende Machtwechsel in Frankreich - am 9. Mai wissen wir mehr, zeitgleich mit den Wahlen in Griechenland! -, schwächere PMIs im Euroraum und die wachsende Furcht vor einer Ausweitung der Eurokrise (vor allem Spanien) lassen Anleger mehr und mehr sogar das diversifizierte Feld der Fonds fliehen. Jedenfalls berichten die Händler in der aktuellen Marktumfrage der Deutschen Börse praktisch unisono von Abflüssen.
Wobei das natürlich nicht für jeden Fonds gilt - gibt es doch Spezialfonds, die genau mit den aktuellen Unsicherheiten, sprich Volatilitäten, profitieren. So rät etwa Heike Arbter, Leiterin des Bereichs Strukturierte Produkte in der RCB, Anlegern aktuell tendenziell (von neu emittierten) Garantiestrukturen ab, da diese in der derzeitigen Niedrigzinsphase keine attraktive Produktgestaltung zulassen, und mehr auf Bonus- bzw. Discountzertis zu setzen, die sich in der Gestaltung die Vola zunutze machen. Im Fondsbereich sind wir da etwa beim CAAM Volatility Euro Equities (LU0272941971). Ziel ist dort, mittelfristige zyklische Trends und tägliche Schwankungen als Performance-Quelle zu nutzen: Mit Optionen auf den Euro Stoxx 50 partizipiert der Fonds an der Schwankung der impliziten Einjahres-Volatilität der Aktienmärkte im Euroraum.
Abflüsse gibt es auch beim geschlossenen offenen Immofonds SEB Immoinvest. Dort soll ja bis 6. Mai die Entscheidung fallen, ob der 6 Mrd. Euro schwere Fonds wieder geöffnet wird. Anleger scheinen damit nicht zu rechnen - es wird wohl zur Auflösung kommen.
Nicht anders - eher Abflüsse - ergeht es derzeit ETFs. Bei den ‘passiven’ Fonds wird vor allem darauf geachtet, dass möglichst wenig PIGS-Risiko drinnen ist. Mit Indexfonds, die Banktitel enthalten, wollen Investoren im Moment wenig bis nichts zu tun haben. Mehr Anklang finden da die Emerging Markets - die haben ja aber auch keine Schuldenkrise ...
gill






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