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Beipackzettel

ING-DiBa: Auch in Österreich Veranlagungs-'Beipackzettel' denkbar   Facebook be



15.09.2009
 
Direktbank bietet als erstes deutsches Institut standardisierte Infos zur Veranlagungsprodukten an

Auch in Österreich könnte die Direktbank ING-DiBa künftig "Beipackzettel" zur besseren Information der Konsumenten über Veranlagungsprodukte anbieten, wie dies ab sofort in Deutschland der Fall ist. Dort bietet man als erstes Kreditinstitut des Landes derartige standardisierte Produktinformationen an. Damit werde eine Forderung des Verbraucherministeriums umgesetzt, erklärte die mit über 6 Mio. Kunden grösste deutsche Bank ohne Filialnetz am Dienstag.

In Österreich könnten solche Produktinfos ebenfalls kommen, obwohl man nicht eine so breite Veranlagungs-Palette wie die Mutterbank habe. "Wir sehen uns das an", sagte in Wien eine ING-DiBa-Sprecherin zur APA. Zum heimischen Portfolio von etwa 30 Fonds gebe es auf der Homepage Informationen, "wir nehmen den Konsumentenschutz wichtig".

Bei der deutschen ING-DiBa sollen die Kunden auf ein bis zwei Seiten nachlesen können, wie ein Produkt funktioniert und was es bringen kann. Dabei gehe es auch um die Kosten sowie "Risiken und Nebenwirkungen", erklärte Vorstandschef Ben Tellings am Dienstag laut Agenturberichten. Verbraucher sollten mit Hilfe vereinheitlichter Produktinfos "entscheidungsfit" gemacht werden.

Anlage-Experten haben bereits Informationsblätter für die Kernprodukte des Instituts zusammengestellt und auf der Homepage unter http://www.ing-diba.de/ zugänglich gemacht, zum Beispiel für Sparprodukte wie Fest- und Tagesgeld oder für Wertpapierangebote wie bestimmte Anleihen. Die Infoblätter sind in zehn Punkte gegliedert, von der Produktbeschreibung über Risiken und Rendite bis hin zu Verfügbarkeit und Besteuerung. Mittelfristig soll fast jedes der bei der ING-Diba erhältlichen Anlageprodukte einen solchen Beipackzettel bekommen.

Die Bank betonte, sie setze mit dem Beipackzettel als erstes deutsches Kreditinstitut eine Empfehlung von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) um. Diese hatte Ende Juli den Entwurf eines Informationsblatts für Anlageprodukte vorgestellt und die Finanzwirtschaft aufgefordert, dies künftig den Kunden anzubieten.

Die Verbraucherzentrale NRW nannte die Einführung des Produktinfoblatts bei der ING-Diba "erfreulich". Zugleich betonten die Verbraucherschützer, das Papier könne kein Beratungsgespräch ersetzen. Denn beispielsweise gehe aus den schriftlichen Informationen nicht hervor, für wen sich ein bestimmtes Produkt eigne - dies könne ein solches Infoblatt aber auch nicht leisten. Auch seien die Risikoarten nur pauschal definiert, deshalb benötigten die Verbraucher weitergehende Infos. (apa)


 
 

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