BElogs foonds
 
 Last 24h: 11 

Twitter

 
Infofolder:
Sondernummer
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 17:10, 23.5.2013

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Sparpaket

© s Bausparkasse

Bausparkassen hoffen noch auf Kürzungs-Reparatur in letzter Minute   Facebook be



07.03.2012
 

Die heimischen Bausparkassen hoffen noch auf eine Entschärfung der geplanten Bauspar-Förderkürzung im Zuge des Parlamentsbeschlusses zum Sparpaket der Regierung. Werde die Prämie nur um ein Drittel gekürzt statt um die Hälfte, dann drohe bei den Einlagen der Institute kurzfristig nur ein Rückgang um 5 bis 7 Prozent statt um ein Fünftel, meinte s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger. Er warf der Politik vor, dass mit der drohenden Halbierung von 114 auf 57 Mio. Euro 40.000 Jobs teilweise aufs Spiel gesetzt würden und man auf einen Teil der knapp 800 Mio. Euro Steuerleistung verzichte, die es durch die jährlich 3,4 Mrd. Euro Finanzierungsleistung des Bausparsektors gebe. In Zeiten ohnedies rückläufiger Neubau-Investitionen und sinkender Wohnbaufördergelder bei steigendem Wohnungsbedarf sei eine Kürzung problematisch.

Schmidinger geht davon aus, dass bei einer Halbierung der Förderung - von derzeit 36 auf 18 Euro im Jahr bezogen auf die maximal förderbare Eigenleistung von 1.200 Euro - nachhaltig 5 bis 7 Prozent der Einlagen wegbrechen könnten, also nicht nur in den ersten ein, zwei Jahren. Würde man von einem Worst-case von dauerhaft Minus 20 Prozent ausgehen, "so dürften wir - bankwirtschaftlich zu Ende gedacht - in den nächsten fünf Jahren kein einziges neues Darlehen mehr vergeben". Denn die Bausparverträge liefen jeweils nur sechs Jahre, die Darlehensrückflüsse seien aber auf 20, 25 Jahre verteilt.

Jedenfalls müsse sich der Bausparsektor teurer refinanzieren - und das werde den Wohnbau und das Wohnen verteuern, warnte Schmidinger beim Bilanzpressespräch der Bausparkasse der Sparkassen. Auf die 6,3 Mrd. Euro Einlagen müsse die "s" derzeit nur 1,82 Prozent Zinsen zahlen, für 2 Mrd. Euro "s"-Wohnbaubank-Anleihen zahlen man 3 Prozent, für 2 Mrd. Euro Pfandbriefe aber 3,7 Prozent. Müssen künftig mehr Bauspareinlagen durch Pfandbriefe substituiert werden, "müssen Kredite wesentlich teurer vergeben werden - eine Konjunkturbremse". Dabei liege die Verteuerung auf der Hand: "0,5 Prozent mehr am Markt machen pro Wohnung und Monat 40 Euro mehr aus - bei der Differenz von 1,8 auf 3,7 Prozent sind das dann 160 Euro", erläuterte Schmidinger: "50, 60 oder 70 Basispunkte werden wir schon hinaufgehen müssen."

Die Bausparinstitute selbst könnten die durch eine Förderkürzung entstehende Lücke - entgegen landläufiger Meinung - nicht schließen, das sei angesichts einer Eigenkapitalquote von 8,4 Prozent nicht möglich, betonte Schmidinger. Der Sektor zahle heute bereits mit 1,82 Prozent mehr auf die Einlagen als die Banken, die es im Schnitt nur auf 1,58 Prozent brächten. Und die Darlehensverzinsung liege etwa bei der "s" nur bei 3,22 Prozent gegenüber 3,47 Prozent bei den Banken. Zudem hätten die Institute mit Basel-III-Belastungen zu kämpfen und seien vom deutlich schwierigeren Zwischenbanken-Geschäft betroffen: "Wenn wir weiter Finanzierungsleistungen erbringen sollen, brauchen wir einen kontinuierlichen Mittelzufluss auch auf der Passivseite."

Für Bauwirtschaft und Wohnbau zeichnete Schmidinger ein eher düsteres Bild. Die Lage der Bauwirtschaft sei kritisch, die Bauinvestitionen seien rückläufig, und die Winterarbeitslosigkeit am Bau habe einen mehrjährigen Rekord erreicht. Allein in Wien gebe es derzeit, bereinigt um Doppelzählungen, rund 40.000 Wohnungssuchende - in Bau seien derzeit aber nur rund 2.500 neue Einheiten statt 8.000 bis 10.000. "Daher brauchen wir günstiges Geld für das Wohnen", lautet die Conclusio für den s-Bauspar-Chef.

Wie berichtet soll die Bauspar-Förderung bereits ab 1. April halbiert werden und nicht erst - wie ursprünglich geplant - ab Anfang 2013. Bis Ende März beträgt die Bausparprämie somit noch 3 Prozent der Eigenleistung, danach sind es nur mehr 1,5 Prozent. Gefördert werden Einzahlungen von bis zu 1.200 Euro im Jahr (bzw. 100 Euro im Monat). Erfolgt die Erstattung für das Gesamtjahr 2012, ist ein Durchschnittssatz von 1,875 Prozent anzuwenden. Nimmt der Nationalrat keine Änderungen mehr vor, liegt künftig die Bandbreite der Bausparförderung bei 1,5 bis 4 Prozent, derzeit sind 3 bis 8 Prozent möglich; momentan liegt die Prämie wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus mit 3 Prozent an der Untergrenze. Zur Zeit haben rund 5,2 Mio. Österreicher einen Bausparvertrag im Ansparstadium.


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 

07.05.2013
Stefan
Gutbrunner

Sparen und verschulden
03.05.2013
Marius
Perger

Vergleichen Sie!
30.04.2013
Stefan
Gutbrunner

Was die EZB bewirken kann
 
 
loading..

Archivsuche:


Fonds-Matrix
DNB     Vontobel

 
Aktuelle Newsletter
foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 23. Mai
 
Stefan Gutbrunner, 23.05.2013
Liebe Leserinnen und Leser, Wie viele Immobilien besitzen die Wiener? Um darauf Antworten zu bekommen, führte die Österreichische Notariatskammer eine Umfrage durch (siehe unten). Das erstaunliche Ergebnis: 40 Prozent der Wiener nennen eine Im...
weiterlesen


Immo Express: Was hat die AIFM-Richtlinie mit Immos zu tun?
 
Susanne Leiter, 23.05.2013
Herzlich willkommen zum Immo Express, Highlight der abgelaufenen Immo-Woche war wohl das Immobilien Cafe BE, das unser Kollege Christian Drastil mit den Vorständen von CA Immo, conwert, Immofinanz und S Immo führte. Themen waren natürlich die e...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 23.05.2013
Sehr geehrte LeserInnen, Bausparen erholt sich - doch zahlt sich das auch in Zeiten einer gesunkenen staatlichen Förderung für den Sparer auch wirklich aus. Auch dieser Frage sind wir diesmal nachgegangen. Ihr Robert Gillinger PS: Mit we...
weiterlesen


Venture Woche - AIFM, Niemetz, Finatem, FMW Industrieanlagenbau, WKBG, etc.
 
Christine Petzwinkler, 23.05.2013
Liebe VC-/PE-Community! Spannender als so manche Tatort-Folge waren die jüngsten Entwicklungen und Nachrichten rund um den Schwedenbomben-Hersteller Niemetz. Die Eigentümer-Familie hat offenbar lange um eine Finanzierung gekämpft. Vergebens, wi...
weiterlesen


(Immo-warnend-er) Morning Espresso für Trader, 23.5.
 
23.05.2013
Liebe Leser! An den US-Börsen hat sich nach diversen Aussagen zur ultralockeren Geldpolitik der US- Notenbank am Mittwoch Ernüchterung breit gemacht. Der Dow Jones Industrial, der nach ersten Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke bis auf 15.542,...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 22. Mai 2013
 
Harald Fercher, 22.05.2013
Werte Leserinnen und Leser, Der Euro steigt erstmals seit 2 Jahren über 1,26 Franken - Fremdwährungskreditnehmer können nach einem Tal der Tränen zumindest einmal kurz durchatmen. Die deutsche Degussa meldete einen Run auf "billiges Gold" nach ...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 21. Mai 2013
 
Stefan Gutbrunner, 21.05.2013
Werte Leserinnen und Leser, Die österreichische Bevölkerung weist das beste Geldanlage-Wissen in ganz Europa auf - zumindest nach eigener Einschätzung. 43 Prozent der Befragten bewerten das eigene Wissen zum Thema Geldanlage als mittelmäßig ode...
weiterlesen