Die Wahl zum Zertifikat des Monats Jänner 2012 ist entschieden - Deutsche Bank db-X markets konnte sich mit den Faktor-Zertifikaten gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Der Börse Express konnte den Österreich-Verantwortlichen Christian-Hendrik Knappe für ein einige Statements erreichen, obwohl dieser derzeit bei einer Trading-Veranstaltung weilt. Die Deutsche Bank konnte sich bereits zum vierten Mal den Titel sichern. „Wir sind natürlich immer erfreut, wenn wir diesen Preis gewinnen, schliesslich zeigt uns die Auszeichnung, das wir mit unseren Zertifikate-Innovationen das Interesse der Anleger ansprechen.” Doch nicht nur das Interesse der Anleger wurde geweckt, konnte doch zahlreiche Stimmen anderer Emittenten fixiert werden.
Ungewöhnlicher Sieger
Das gleich eine ganze Produktkategorie - und nicht wie üblich eine spezielles Produkt - gewonnen hat, stellt eine Ausnahme dar. Für Knappe ist dies jedoch wenig überraschend. „Faktor-Zertifikate überzeugen durch ihre einfache Funktionsweise. Durch den festen Hebel auf den DAX sind die Faktor-Zertifikate für den Anleger sehr transparent. Dank eines eingebauten Anpassungsmechanismus wird ausserdem das Knock-Out Risiko ausgeschlossen.“
Das Thema Basiswert ist ein Spezielles. Die Deutsche Bank hatte die eigenen Produkte auf den DAX nominiert. Andere Basiswerte, wie sie etwa ein österreichische Emittent (die Raiffeisen Centrobank) anbietet, befinden sich noch in der Pipeline.
„Wir sind natürlich ständig bemüht auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen, deshalb könnten wir uns auch eine Erweiterung der Basiswerte vorstellen“, erklärt Knappe. Die wird allerdings „nicht in den nächsten 1-2 Wochen passieren können“, wie der Experte betont.
Grundsätzlich handelt es sich bei Faktor-Zertifikaten um Hebelprodukte mit festem Hebel, jedoch ohne Knock-Out. Aus diesem Grund ist das Zielpublikum nicht trennscharf auszumachen.
Wo ist das Zielpublikum?
„Die Frage nach dem Zielpublikum ist nicht eindeutig zu beantworten, da sich Faktor-Zertifikate nicht eindeutig klassifizieren lassen. Zum einen gibt es natürlich Anleger, die diese neue Produktgattung nur für Tagesschwankungen ausnutzen, zum anderen haben wir aber auch viele Anleger, die ihrem Portfolio ein wenig ‘Spannung’ zufügen möchten und deshalb langfristig agieren“, so Knappe.
Tatsächlich hält sich der spekulative Gedanke bei den Faktor-Zertifikaten in einigermassen engen Grenzen. Erstens gibt es keinen Knock-Out - und zweitens werden Hebel von 2 und 4 - sowohl für Long- als auch für Short-Positionen - angeboten. Da bleibt das Risiko überschaubar. Und auch Absicherungsgeschäfte sind denkbar.
Apropos Risiko: Neben der offensichtlichen Gefahr, dass man auf das falsche Pferd setzt, also beispielsweise auf fallende Kurse setzt, während die Kurse deutlich steigen, gibt es noch ein weiteres „unerwünschtes Szenario“. Nämlich jenes, der Seitwärtsbewegung. „Ihre grosse Stärke spielen Faktor-Zertifikate in Trendmärkten aus, so wie in den vergangenen Wochen, bei denen die Aktienmärkte nur eine Richtung kannten. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass diese Zertifikate kein Allheilmittel für Gewinne sind. Denn die richtige Marktrichtung muss der Anleger schon selbst finden“, erklärt Christian-Hendrik Knappe abschliessend.






