Trotz anhaltender Krisenstimmung darf sich der internationale Kunstmarkt über ein mehr als erfolgreiches Jahr 2011 freuen: Wie die französische Agentur Artprice auf ihrer Webseite mitteilt, wurden im vergangenen Jahr weltweit 11,5 Mrd. Dollar (8,77 Mrd. Euro) umgesetzt und damit erstmals die 10-Mrd.-Grenze durchbrochen. Das Ergebnis entspricht einem Wachstum von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 41 Prozent des weltweiten Umsatzes wurden in China lukriert.
"Dieses aussergewöhnliche Wachstum des Kunstmarktes ist das ganze Jahr über nicht zurückgegangen", erklärte Thierry Ehrmann, Gründer und Leiter von Artprice, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Wurde im ersten Halbjahr mit 6,5 Mrd. Dollar bereits ein Rekord eingefahren, stand die zweite Jahreshälfte mit 5,1 Mrd. Dollar dem in nichts nach. Dabei handelt es sich um die "beste zweite Hälfte aller Zeiten", so Ehrmann.
China konnte nach 2010 seine Spitzenposition am Kunstmarkt festigen: 4,79 Mrd. Dollar bedeuten einen weltweiten Marktanteil von über 41 Prozent. Dahinter folgen die USA mit 2,72 Mrd. Dollar bzw. 24 Prozent Marktanteil sowie Grossbritannien, wo 2,24 Mrd. Dollar umgesetzt wurden (19 Prozent). Auf den weiteren Plätzen finden sich Frankreich (512 Mio. Dollar und 4,5 Prozent) sowie Deutschland (214 Mio. Dollar und 1,85 Prozent).
Das beste Einzelergebnis erzielte ein Werk des chinesischen Künstlers Qi Baishi, das im Mai für 57,2 Mio. Dollar den Besitzer wechselte. Die beste Versteigerung ging bei Christie's in New York über die Bühne, wo im Rahmen einer Auktion zeitgenössischer Kunst und Nachkriegskunst im November Arbeiten für insgesamt 271 Mio. Dollar an den Mann gebracht werden konnten.
(APA/AFP)






