Anleger haben im Jänner deutlich offensiver agiert als noch im Vormonat. Das geht aus dem aktuellen UBS Investor Sentiment Index hervor. So lag der durchschnittliche Cap bei Discount-Zertifikaten des Schweizer Emittenten auf den DAX 9,17 Prozent unter dem Stand des deutschen Leitindex.
Im Dezember verlief der durchschnittliche Cap noch 17,8 Prozent unter der DAX-Marke. Das heisst, dass sich die Anleger im Jänner für einen geringeren Risikopuffer entschieden haben, was im Gegenzug die Chance auf tendenziell höhere Renditen ermöglicht. Dass die Risikobereitschaft der Anleger gestiegen ist, zeigt auch der Vergleich mit dem rollierenden 12-Monatsdurchschnitt des Caps, der 13,98 Prozent unter dem DAX liegt. Das Jänner-Cap-Niveau liegt somit 4,81 Prozentpunkte über diesem langfristigen Wert.
Wieviel Sicherheit?
Der UBS Investor Sentiment Index gibt an, um wie viel Prozent das Cap-Niveau, für das sich Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX entschieden haben, unter oder über dem jeweils aktuellen DAX-Stand liegt.
Notiert der DAX am Laufzeitende auf dem Cap oder darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Papiere die maximal mögliche Rendite. Ein Cap weit unterhalb des DAX signalisiert, dass Anleger mit grösseren Kursrückgängen rechnen. Je höher der Cap angesetzt wird, desto optimistischer sind die Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt somit die Risikobereitschaft der Anleger wider.
Anleger werden im Monatsverlauf mutiger
Waren die Investoren zu Jänner-Beginn noch relativ vorsichtig, agierten sie zum Monatsende mutiger: So lag der Durchschnittscap Anfang des Montas 11,27 Prozent unter dem DAX-Stand. Zum Monatsende lag der Durchschnittscap hingegen nur noch 9,07 Prozent unter dem DAX.
„Die Anleger wollten und konnten von den steigenden DAX-Kursen im Jänner profitieren und somit die insgesamt positive Stimmung am deutschen Aktienmarkt für sich nutzen“, sagt Marcel Langer, Director bei UBS.






