Bisher wurde die Behauptung, dass (westliche) Notenbanken den Goldpreis manipulierten bzw. ein Interesse an einem tiefen Goldpreis haben, immer als krude Verschwörungstheorie abgetan. Doch Ex-FED-Chairman Paul Volker räumte nun ein, dass die Notenbanken ein sehr großes Interesse an der Entwicklung des Goldpreises hätten, weil dieser einen maßgeblichen Einfluss auf die Devisenmärkte habe. Dies rechtfertige auch einen staatlichen Eingriff zu jedem beliebigen kritischen Zeitpunkt („at any critical point“).
Dies widerspricht den oft wiederholten Versicherungen gewisser Goldmarktanalysten, dass Zentralbanken kein Interesse an der Manipulation des Goldpreises hätten, bemerkt dazu das Anti-Gold-Trust-Action-Committee GATA (http://www.gata.org/ ). Volckers Antwort kam auf eine Nachfrage des deutschen Journalisten Lars Schall. Er ergänzte aber, dass seines Wissens die USA seit 40 Jahren nicht den Goldpreis beeinflusst hätten.
Volcker war Chairman der FED in den 80er Jahren und dämmte durch eine Zinsanhebung auf 20% die hohe Inflation der 70er Jahre ein. Er war auch zuvor als Mitarbeiter im Finanzministerium maßgeblich an der Aufgabe der Goldkonvertibilität (Dollar-Devisen konnten auf Verlangen in Gold getauscht werden) 1971 beteiligt. 2009 bis 2011 war er Vorsitzender des Economic Recovery Advisory Board unter Präsident Obama, wo er für die Einschränkung des Eigenhandels der Banken eintrat (Volcker-Regel).






