Das Zinsniveau ist auf rekordverdächtig niedrigem Niveau. Und wenn sich die Europäische Zentralbank an der Fed orientiert, wird das auch noch ein paar Jahre so bleiben. Nichtsdestotrotz gehören Zertifikate mit Zinsen als Basiswert zu den beliebtesten in Österreich und Deutschland.
Die Emittenten werden aufgrund der Zinstiefs immer kreativer, was die Ausgestaltung der Produkt betrifft. So hat die Royal Bank of Scotland derzeit den „250% Geldmarktspringer“ in der Zeichnung.
Vierjährige Laufzeit
Die Laufzeit des Geldmarktspringers beträgt vier Jahre. Am Ende dieses Zeitraums erhalten Anleger den vollen Nennbetrag von 1000 Euro zurückbezahlt. Hinzu kommen jedoch Zinszahlungen. Diese erfolgen an den vierteljährlichen Zinszahlungstagen. Jeweils am 29. Februar, 31. Mai, 31. August und 30 November werden die Zinsen ausgeschüttet. Erstmals am 31. Mai 2012, letztmals am 29. Februar 2016.
Die Höhe der Zinszahlung ist von einem Basiswert abhängig, und zwar vom 3 Monats-Euribor. Anleger bekommen diesen Zinssatz jedoch nicht 1:1, sondern in einem Verhältnis von 2,5:1. Aktuell bringt der 3-Monats-Euribor Zinsen in Höhe von 1,102 Prozent. Für Anleger wäre das gleichbedeutend mit einem Zinssatz von 2,755 Prozent. Ein leicht steigender Euribor wäre damit ideal.
2 Prozent wären ideal
Bei 5 Prozent greift nämlich der eingebaute Cap. Das heisst, dass höhere Zinszahlungen nicht möglich sind. Umgerechnet auf den 3-Monats-Euribor heisst das, dass ein Zinssatz von über 2 Prozent nicht mehr dazu führt, dass sich der Zinssatz für Anleger positiv auswirkt.
Für wen eignet sich dieses Zertifikat nun? Die Antwort gibt die Royal Bank of Scotland in der Produktinformation „Die Strukturierte Anleihe richtet sich an Anleger, die davon ausgehen, dass das allgemeine Zinsniveau gleich bleibt oder steigt“.
Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 24. Februar 2012, der Ausgabepreis beträgt 1000 Euro (1 Prozent Ausgabeaufschlag). Die ISIN lautet DE000RBS6PC7. Das Listing erfolgt in Frankfurt und Stuttgart (jeweils Freiverkehr).






