Gold war gestern mit 1340 Euro haarscharf unter dem Alltime-High von 1350, es fehlten also nur mehr weniger als 1%. In Dollar ist die Durststrecke zum Alltime-High von 1900 Anfang September 2011 noch etwas größer: Nicht ganz 9% fehlen noch. Noch zum Jahreswechsel wurde Gold von vielen sehr pessimistisch eingeschätzt, aber gerade das ließ eigentlich einen Anstieg erwarten. Aufsehen erregen derzeit vor allem die Goldimporte Chinas. Obwohl China der größte Goldförderer ist, wurden im letzten Jahr geschätzte 490 Tonnen Gold importiert (ein Fünftel der Weltproduktion und +100% gegenüber 2010). Davon allein 86 Tonnen im Oktober und 103 Tonnen im November. Asien-Experten sehen darin einen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die chinesische Wirtschaft, Börse und Währung.
Auch Silber hat in Euro gut performt. Seit dem Weihnachtstief stieg es von knapp 21 Euro auf fast 26 Euro, ein Plus von 20%. Zum Euro-Alltime-High von Ende April 2011 mit 33 Euro fehlen noch rund 25%. Die Prägeanstalt U.S. Mint erzielte im Jänner einen Absatz von 6.107.000 American-Eagle-Silbermünzen zu je einer Unze, was einer Verdreifachung gegenüber Dezember entspricht. Das ist kaum weniger als im extrem starken Jänner 2011.
Palladium erreichte sein Tief von rund 400 Euro schon Ende September und konnte seither 30% auf 527 Euro zulegen. Das spielte sich allerdings bereits im Q4 ab, denn seit Jahreswechsel liegt der Zuwachs nur bei 5%. Das 10-Jahreshoch lag bei gut 600 Euro (Anfang 2011), Ende 2000 war Palladium bei 1200 Euro. 2008 war Palladium auf unter 140 Euro eingebrochen.
Platin erreichte dagegen sein Tief von rund 1050 Euro nach Weihnachten und konnte seitdem um rund 17% zulegen. Die gute Performance von Platin und Palladium wurde zuletzt von über den Erwartungen liegenden KFZ-Zulassungen in den USA unterstützt.






