Bereits im Dezember nahm der Baltic-Dry-Index eine bedrohliche Abwärtsbewegung auf, und mit heutigem Datum hat der Index ein neues Alltime-Low markiert. Mit 662 Punkten liegt er einen Punkt unter dem Tief von Ende 2008. Genauer handelt es sich um ein 26-Jahres-Tief. Da der Baltic Dry die Schiff-Frachtraten in USD ausdrückt, heißt dies, dass eine Fracht so wenig kostet wie vor 26 Jahren. Angesichts der Dollar-Inflation eigentlich erstaunlich.
Obwohl der Baltic Dry als bisher verlässlicher Indikator für den kommenden Konjunkturverlauf gilt, scheint sich diesmal niemand darum zu kümmern. Ob der Baltic Dry diesmal versagt, oder ob das dicke Ende gerade im Anmarsch ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Vorsicht ist jedoch angebracht, was Aktien betrifft. Auch der Frühindikator „Stahlkonjunktur“ verheißt nichts Gutes, wie man den Meldungen der letzten Tage (Klöckner, Nippon Steel) entnehmen kann (http://www.handelsblatt.com/ und http://boerse.ard.de/ ).
Verantwortlich für die fallenden Frachtraten aufgrund des rückläufigen Frachtvolumens wird vor allem China gemacht, wo wegen der Konjunkturschwäche der Rohstoffbedarf rückläufig ist. Stahl und Erz gelten als wichtigste Rohstoffe im internationalen Handel und wirken sich unmittelbar auf die Frachtraten aus.






