Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat scharfe Kritik an überhöhten Gehaltszahlungen in der Bankenbranche geübt. Die Akteure, die den Rachen nicht voll kriegten und noch immer gierig seien, zerstörten das Gemeinwohl, sagte Merkel am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Grasbrunn bei München.
Banker, die mit ihrer Gier die Finanzkrise heraufbeschworen hätten, könnten kein Verständnis erwarten, wenn sie nicht auch an die Gemeinschaft denken würden. Sie dürften nicht nur auf Gehälter pochen, die ihnen vertraglich zustünden. Die Krise habe ihre Ursache darin, dass das Finanzgewerbe weltweit zu wenig reguliert sei. "Wir werden alles tun, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt."
Merkel kritisierte aber auch Gehaltszahlungen in anderen Branchen, exemplarisch am früheren Chef des insolventen Handelskonzerns Arcandor, Karl-Gerhard Eick. Dieser kriegt für seine kurze Tätigkeit bei der Karstadt-Mutter bis zu 15 Mio. Euro. "Das geht nicht", sagte Merkel unter grossem Applaus im Bierzelt. (apa)








