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Rettungsschirm

© Sylvain Pedneault_wiki.jpg

Die halbe Eurozone ist bankrott, aber nichtsdestoweniger will man weiter am großen Rad drehen   Facebook be



18.01.2012
 
Rettungsschirm wieder mal zu klein


Im Oktober letzten Jahres plagten sich die EU-Politiker noch mit der Frage herum, wie man aus den nicht sturmfesten Rettungsschirmen mittels Hebelung 2 Billionen hervorzaubern könne. Nun wären aber auch die 2 Billionen zu wenig, meint zumindest der Chefökonom der Citibank, Prof. Willem Buiter (http://bazonline.ch/-Euro/story/19208423 ). Er fordert 4 Billionen, denn wie die kleinen Kinder wächst anscheinend auch die Eurozone ständig aus den Rettungsschirmen heraus, so schnell kann man gar nicht schauen. Ist ja nur eine weitere Verdoppelung, nachdem man vor noch nicht allzu langer Zeit ganz klein mit ein paar hundert Milliarden begann. Seine Forderung wird gewiss Gehör finden, denn jene verantwortungslosen Politiker, die die Zukunft der westeuropäischen Steuerzahler verspielen, müssen ja nicht die Zeche zahlen, sondern werden irgendwo abseits ihren (un)verdienten Ruhestand genießen, wenn das Euro-Kartenhaus schließlich zusammengebrochen ist. Dass der Euro in der jetzigen Form gescheitert ist, soll weiter durch Insolvenzverschleppung verschleiert werden. Dazu wird auch noch fleißig die Propagandatrommel gerührt, dass sich die Rating-Agenturen gegen Europa verschworen hätten. Bei genauer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass der Markt schon längst das realisiert hat, was die Rating-Agenturen mit Verspätung nachvollziehen. Daher gab es auch auf die Abstufungen von Freitag Abend keine Marktreaktionen. Alles ist bereits eingepreist und die Zinsniveaus in den einzelnen Ländern sind das Fieber-Thermometer, wie schlimm es steht. Aufgrund der immer weiter explodierenden Haftungszusagen ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland sein Triple A verliert. "Ich glaube nicht, dass Standard & Poor's wirklich begriffen hat, was wir in Europa schon auf den Weg gebracht haben", tat der deutsche Finanzminister Schäuble anlässlich des Ratingdesasters kund. Interessant wäre allerdings zu erfahren, welch bahnbrechenden Leistungen dies sein sollen. Denn nach wie vor lodern die Flammen aus allen Öffnungen des Euro-Kartenhauses.

cr


 
 

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