Der deutsche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will international tätige Grossbanken nicht beschneiden. "Wir brauchen auch in Zukunft grosse international aufgestellte Finanzhäuser", sagte der SPD-Politiker der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) mit Blick auf das G-20-Finanzministertreffen am Freitag und Samstag. "Es ist doch eine Illusion, alle Banken auf die Grösse der - sagen wir mal - Sparkasse von Iserlohn schrumpfen zu können".
Der Minister sagte weiter, dass durch die Wirtschaftskrise bereits ein Prozess der Verkleinerung der Banken in Gang gesetzt worden sei. Wichtig sei, dass die Institute besser mit Eigenkapital und Liquidität ausgestattet seien und ihre grenzüberschreitenden Geschäfte wirksam kontrolliert würden.
Die Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Länder bereiten in London den G-20-Weltfinanzgipfel Ende des Monats in den USA vor. Dabei wird es unter anderem darum gehen, alle Finanzprodukte und -akteure zu regulieren. Zudem will die EU die Debatte über eine Ausstattung der Banken mit Eigenkapital vorantreiben. (apa)






