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Marktausblick 2012

© APA

2012 wird ein „Jahr der Heilung“   Facebook be



19.12.2011
 

Auf kurze Sicht sind die Aussichten für die Weltwirtschaft pessimistisch. Doch laut der Skandia Investment Group ist davon auszugehen, dass sich die globale Konjunktur 2012 so stark erholen wird, dass Aktien- und Anleihenmärkte Auftrieb erhalten werden.
Die Krise der Eurozone dürfte 2012 zumindest soweit gelöst werden, dass sie die weltwirtschaftliche Entwicklung sowie die aussereuropäischen Kapitalmärkte nicht mehr unterminieren wird. Während die Rückführung von Haushaltsdefiziten in nahezu allen entwickelten Volkswirtschaften ein Thema für die nächsten Jahre sein dürfte, wird das Risiko einer globalen Kernschmelze der Finanzmärkte 2012 doch deutlich geringer sein. Daher ist anzunehmen, dass Aktien das erste Halbjahr 2012 relativ glimpflich überstehen und in der zweiten Hälfte sogar wieder steigen werden.

Auch wenn die USA und Grossbritannien technisch betrachtet eine echte Rezession (also zwei aufeinanderfolgende Quartale schrumpfender Wertschöpfung) vermeiden können werden, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass Grossbritannien ein paar Monate sinkender Wirtschaftsleistung hinnehmen muss. Die Eurozone hingegen scheint schon jetzt in eine Rezession zu rutschen. Dabei dürften Länder wie Italien, Spanien, Portugal und Griechenland eine sehr tiefe Rezession durchmachen, in Frankreich und Deutschland dürfte sie vergleichsweise mild ausfallen. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Euro-Krise im kommenden Jahr bewältigt werden kann. Eine Reihe von Euro-Ländern wird die nächsten Jahre noch mit schwachem Wachstum kämpfen müssen. Die schmerzhafte Sanierung der Haushalte sowie strukturelle Reformen werden die politische Landschaft in diesen Ländern noch lange bestimmen. Allerdings wird die Schuldenkrise Europas die Weltwirtschaft insgesamt nicht mehr länger bremsen. Für Investoren wird es daher keinen Grund mehr geben, amerikanische, chinesische oder deutsche Aktien zu scheuen.

Vier Gründe, warum sich 2012 positiv auf die weltweiten Aktienmärkte auswirken wird

Insbesondere die folgenden vier Faktoren sprechen dafür, dass Aktien positive Renditen abwerfen werden:
Aktien sind derzeit günstig - Die Börsen sind in zahlreichen Märkten auf sehr moderaten Kursniveaus angekommen, berücksichtigt man das starke Wachstum der Unternehmensgewinne der letzten Jahre. Unternehmen dürften auch weiterhin Gewinne einfahren. Durch engere Kooperation und Verzahnung der nationalen Haushalte dürfte die Euro-Krise gelöst werden. Als Folge der wieder wachsenden wirtschaftlichen Stabilität, wird das Vertrauen der Investoren zurückkommen. Mit ihm dürfte auch die Nachfrage nach riskanteren Anlagen, wie etwa Aktien oder Firmenanleihen, an Fahrt gewinnen.
Schwellenländer werden weiterhin die entwickelten Märkte ausstechen - Aktien aus aufstrebenden Volkswirtschaften werden vor allem wegen der dort nachlassenden Inflationstendenz, die niedrigere Zinsen zur Folge haben dürfte, die Dividendentitel der entwickelten Welt in den Schatten stellen. Geringere Schulden und Defizite sowie robusteres Wachstum als in den entwickelten Volkswirtschaften werden diesen Trend wohl weiter verstärken. Innerhalb der Schwellenländer dürfte Asien, vor allem aber China, die attraktivsten Anlagemöglichkeiten bieten. Chinesische Aktien haben sich während der letzten zwei Jahre schwach entwickelt. Doch die Inflation dürfte dort 2012 drastisch fallen, auf möglicherweise vier Prozent, vielleicht sogar noch darunter. Das verschafft der chinesischen Notenbank den nötigen Spielraum, um die Reserveanforderungen der Banken weiter zu lockern und die Zinsen zu senken.
Rupert Watson, Head of Equity Allocation der Skandia Investment Group, sagt dazu: “Zunächst dürfte der Ausblick für die globale Konjunktur im Jahr 2012 düster aussehen. Die meisten Volkswirtschaften, mit Ausnahme der USA, haben in der zweiten Hälfte von 2011 abrupt an Wachstumsdynamik verloren und werden in den ersten Monaten des Jahres 2012 wohl nur schwach zulegen. Die jüngste Eskalation der Krise in der Eurozone hat die Kreditversorgung der Wirtschaft stark verringert und das Vertrauen der Konsumenten und Firmen in die globale Konjunktur geschwächt. Wir gehen davon aus, dass sich in der ersten Hälfte des Jahres 2012 eine Lösung für die Euro-Krise ergeben wird. Die zweite Hälfte des Jahres und der Blick auf 2013 dürfte daher weltweit von wiedererlangtem Vertrauen sowie stärkeren Konjunkturdaten geprägt sein.“


 
 

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