Die deutsche Investmentfondsbranche verzeichnete im Oktober 2011 Nettozuflüsse von 3,9 Mrd. Euro, so die aktuelle Investmentstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management. Während in Spezialfonds per Saldo 4,6 Mrd. Euro flossen, zogen Anleger aus Publikumsfonds knapp 1 Mrd. Euro ab. In Vermögen ausserhalb von Investmentfonds investierten Anleger knapp 0,3 Mrd. Euro.
„Einmal mehr erweisen sich Spezialfonds als stabiles Standbein der Branche. Institutionelle Anleger lassen sich weniger von der aktuellen Stimmungslage beirren“, so Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI.
Nach Abflüssen in den Vormonaten entwickelte sich das Geschäft bei Aktien- und Mischfonds im Oktober 2011 nahezu ausgeglichen. Geldmarktfonds verzeichneten im Oktober Nettozuflüsse von knapp 0,5 Mrd. Euro und führten die Absatzliste bei den Publikumsfonds an. Aus Rentenfonds flossen hingegen rund 0,5 Mrd. Euro ab. Während insbesondere Rentenfonds mit Fokus auf Unternehmensanleihen sowie Euro-Rentenfonds mit mittlerer und langer Laufzeit Nettorückflüsse verzeichneten, legten Anleger unter dem Strich mehr als 0,6 Mrd. Euro in geldmarktnahe und Kurzläuferfonds in Euro an, um das Risiko von Kursverlusten bei einem Zinsanstieg zu reduzieren. Bei offenen Immobilienfonds glichen sich die Mittelzuflüsse und -abflüsse nahezu aus.
Neben Versicherungen zählen insbesondere Altersvorsorgeeinrichtungen zu den Grossanlegern in Spezialfonds. Per Ende Oktober 2011 hatten berufsständische Versorgungswerke, Pensionskassen 2 und Pensionsfonds knapp 138 Mrd. Euro in Spezialfonds investiert. Damit hat sich das Spezialfondsvermögen der Altersvorsorgeeinrichtungen seit 2004 (49,4 Mrd. Euro) nahezu verdreifacht.






