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"Keine Staatsanleihe der Eurozone ist risikolos"   Facebook be



24.11.2011
 

Sergio Ermotti, der Vorstandsvorsitzende der grössten Schweizer Bank UBS, hält die Anleihen keines Landes aus der Eurozone für risikolos. Die Schuldenkrise in Europa ziehe immer weitere Kreise.
“Das Konzept risikolos existiert nicht länger”, sagte Ermotti, der als Chef von UBS am 15. November bestätigt wurde. Die einzige Anlage, die er aus heutiger Sicht mit null Risiko gewichtet einstufe, seien Schweizer Staatsanleihen, sagte Ermotti.

Am Mittwoch war eine Auktion von Bundesanleihen sehr schwach gelaufen, für 35 Prozent der Emission fehlte Interesse. Europäische Banken verkaufen ihre Bestände an Staatsanleihen europäischer Schuldner, nachdem die Politik die Banken dazu gedrängt hatte, Verluste bei griechischen Staatsanleihen hinzunehmen und höhere Rückstellungen zu bilden. Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) will von den europäischen Banken verlangen, ihr Eigenkapital um 106 Mrd. Euro zu erhöhen, nachdem deren Staatsanleihebestände zum Marktwert von Ende September in den Stresstests berücksichtigt wurden.
“Der EBA Stresstest ist Schönfärberei”, sagte Ermotti. “Sie sagen, Staatsanleihen sind immer noch mit null Risiko gewichtet, aber im Stresstest schreiben sie den Leuten vor, einen Abschlag vorzunehmen. Das bedeutet, sie sind nicht länger mit null Risiko gewichtet”, führte er weiter aus.

UBS ist als Schweizer Bank nicht in die Stresstests der EBA eingebunden. In der Vorwoche hatte UBS mitgeteilt, die EBA-Anforderung einer Kernkapitalquote Tier 1 von neun Prozent bis Mitte 2012 “komfortabel zu übertreffen”.
UBS hat im dritten Quartal die Nettorisiken bei Staatsanleihen aus Italien, Belgien, Spanien, Griechenland, Portugal, Irland und Island auf 1,34 Mrd. Franken gesenkt.
Andreas Schmitz, der Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Banken, sagte am 21. November in Frankfurt, die Nullgewichtung der Risiken bei Staatsanleihen sei von den “Staaten ausdrücklich so gewollt” gewesen. “Die Nullgewichtung hat zweifellos Fehlanreize gesetzt und sollte nun Schritt für Schritt ersetzt werden”, sagte Schmitz, der auch Sprecher des Vorstands der HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf ist.

(Bloomberg)


 
 

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