BElogs foonds
 
 Last 24h: 7 

Twitter

 
Infofolder:
Weekly Yearbook 2012
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 1:51, 18.5.2012

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Offenlegung

Schweizer Banken liefern Paris 3.000 Kontodaten   Facebook be



31.08.2009
 
Im Kampf gegen Steuerhinterziehung im Ausland hat Frankreich brisante Daten aus der Schweiz erhalten

Im Kampf gegen Steuerhinterziehung im Ausland hat Frankreich brisante Daten aus der Schweiz erhalten. Er verfüge über eine Liste von 3.000 Steuerpflichtigen, die insgesamt drei Milliarden Euro auf Bankkonten in der Schweiz deponiert hätten, sagte der französische Finanzminister Eric Woerth der Zeitung "Journal du Dimanche". Bei einem Teil der französischen Steuerpflichtigen bestehe der Verdacht der Steuerhinterziehung. Die Betroffenen hätten bis Ende des Jahres Zeit, ihre finanziellen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen, sagte er. Danach würden die Behörden "mit aller Härte" Untersuchungen einleiten.

Die meisten Namen habe Frankreich ohne Gegenleistung direkt von den Banken erhalten, sagte Woerth. Von allen 3.000 Menschen seien die Kontonummern und die exakte Höhe der in der Schweiz deponierten Beträge bekannt. Das Geld befinde sich auf Konten bei drei verschiedenen Banken. "Es ist das erste Mal, dass wir so genaue Informationen haben", sagte der Minister.

"Jeder muss verstehen, dass eine neue Epoche begonnen hat", sagte Woerth. Eine mögliche Amnestie für die Steuerhinterzieher schloss der Minister kategorisch aus. Er wolle alle in Frankreich ansässigen Banken nun dazu auffordern, die Namen von Steuerpflichtigen zu nennen, die Geld ins Ausland transferiert haben. Woerth ist zusammen mit dem deutschen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die treibende Kraft hinter Bemühungen, Steueroasen dazu zu bewegen, ihr Bankgeheimnis zu lockern und mit anderen Staaten zusammenzuarbeiten.

Zwei Tage zuvor hatten Frankreich und die Schweiz ein Abkommen zum Austausch von Informationen bei Fällen von Steuerhinterziehung unterzeichnet. Ein Sprecher des schweizerischen Finanzministeriums sagte jedoch, die französischen Informationen könnten nichts mit dem Abkommen zu tun haben, da dieses erst Anfang 2010 in Kraft treten werde. Zuvor muss auch noch das Schweizer Parlament zustimmen.

Neben dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Frankreich hatte der Bundesrat letzte Woche die DBA mit Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Mexiko und Grossbritannien gutgeheissen. Seit dem Bundesratsentscheid vom 13. März 2009 über die Ausweitung der Amtshilfe in Steuersachen hat die Schweiz mit 13 Staaten eine erweiterte Amtshilfeklausel gemäss OECD-Musterabkommen ausgehandelt. Um von der sogenannten "Grauen Liste", die vom OECD-Sekretariat für die G-20 zusammengestellt wurde, gestrichen zu werden, müssen zwölf Abkommen unterzeichnet werden. Die Schweiz ist noch immer auf der "Grauen Liste".

DBA, die wichtige zusätzliche Verpflichtungen vorsehen, unterstehen nach bisheriger Schweizer Praxis dem fakultativen Referendum. Das erste vom Parlament genehmigte DBA mit den neuen Amtshilfebestimmungen soll deshalb nach Ansicht des Bundesrates (Regierung) dem fakultativen Referendum unterstellt werden. Wie bisher obliegt der definitive Entscheid über die Unterstellung eines DBA unter das fakultative Referendum aber dem Parlament. (apa)


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

10.05.2012
Robert
Gillinger

Gold: Ging der Aufwärtstrend flöten?
 
 
loading..

Archivsuche:


 
foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 16. Mai
 
Susanne Leiter, 16.05.2012
Wer sich gelegentlich mit der griechischen Mythologie beschäftigt, der wird vielleicht die gleiche Assoziation gehabt haben: Der neue französische Präsident Francois Hollande musste einen zweiten Anlauf unternehmen, um bei seiner ersten offizielle...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 16.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, Die Experten-Initiative "proMarktwirtschaft" tritt dafür ein, das heimische Pensionssystem nach schwedischem Vorbild zu 30 Prozent auf kapitalgedeckte Vorsorgen abzustützen, statt derzeit nur zu 10 Prozent. Ein schrittw...
weiterlesen


(130-Minus-und-jetzt?) Morning Espresso für Trader, 16.5.
 
16.05.2012
Guten Morgen, liebe Leser! Die US-Leitindizes präsentierten sich am Dienstag zunächst größtenteils mit einer Erholung bei Banktiteln, nachdem der Sektor zuletzt aufgrund der jüngsten Fehlspekulation bei JPMorgan deutlich unter Druck geraten war...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 15. Mai
 
Susanne Leiter, 15.05.2012
Die Nachricht schlug an den Börsen ein wie eine Bombe: Die letzte Chance auf eine Regierungsbildung in Griechenland ist gescheitert, Neuwahlen stehen an. Auch wenn das eigentlich zu erwarten war, wahrhaben wollte es offenbar niemand. So verlor bei...
weiterlesen


Anleihen Express
 
Robert Gillinger, 15.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, diesmal gibt es wieder die neusten Ratings von Feri - erfreuen sich Ihrer rot-weiss-roten Brust, die durchaus mit Grund vor Stolz geschwollen sein kann, angesichts derart vieler ISINs, die mit einem AT beginnen. Ich fü...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 14. Mai
 
Robert Gillinger, 14.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, heute geht es an den Aktienmärkten wieder einmal kräftig abwärts. Natürlich gibt es auch bei solchen Entwicklungen immer auch Gewinner - und die fanden sich in den „sicheren“ Häfen der Anleihenmärkte: Die Renditen für ö...
weiterlesen


Fonds-Express
 
Robert Gillinger, 14.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, die neuen Ratings von Feri sind da - und schon bei Ihnen in der Mailbox. Schnell reagierten heute auch die Märkte auf die Troubles rund um Griechenland - Österreichs und Deutschlands Renditen fielen auf ein Rekordtief....
weiterlesen