Am Ölmarkt haben die Preise nach der kräftigen Vorwochenerholung weiter abwärts korrigiert. Die US-Rohölsorte WTI wurde am Dienstag 0,7 Prozent billiger, der November-Kontrakt notierte bei 85,79 Dollar. Nordsee-Öl der Sorte Brent zur Lieferung im Dezember sank unter 110 Dollar je Barrel und damit um 0,5 Prozent.
Während Konjunkturdaten aus China den Konjunkturausblick dämpften, rechnen Volkswirte mit dem zweiten wöchentlichen Anstieg der US-Ölbestände in Folge. In China ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 9,1 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten in einer Bloomberg-Umfrage im Median mit 9,3 Prozent Wachstum gerechnet.
“Die Zahl aus China ist etwas schlechter ausgefallen”, sagte Ken Hasegawa, Energiehändler beim Broker Newedge in Tokio. “Wenn die wirtschaftliche Erholung in Europa und den USA nachlässt, dann wird dies China und Asien allgemein belasten.” In den USA legt am Abend das American Petroleum Institute seine wöchentliche Schätzung der US-Öllagerbestände vor. Die offiziellen Daten folgen am Mittwoch.
Abwärts ging es auch im Goldhandel. Die Unze des Edelmetalls notierte am Kassamarkt bei 1662 Dollar und damit 0,5 Prozent unter dem Stand vom Vorabend.
“Es wird nicht lange dauern, bis die Anleger wieder die relative Sicherheit von Gold und Silber suchen”, hiess es in einer Analyse der Standard Bank Plc. Mit Blick auf den EU-Gipfel am Sonntag steige die Besorgnis. Wie üblich sei in solchen Phasen mit erhöhter Volatilität zu rechnen, so die Standard Bank.
Die Erwartungen für den Goldpreis in dieser Woche sind optimistisch. Von 25 in der vergangenen Woche befragten Experten rechnen 22 für diese Woche mit einem Preisanstieg. In der vergangenen Woche kletterten die Terminkontrakte auf das Edelmetall bereits um 2,9 Prozent. Bei der letzten Zinsentscheidung der Federal Reserve sprachen sich einige der Mitglieder für weitere Käufe von Anleihen aus, um die Wirtschaft anzukurbeln. “Gold wird am schnellsten auf eine Erhöhung der Geldmenge reagieren”, sagt Michael Pento, Präsident von Pento Portfolio Strategies, der den Rohstoff-Einbruch im Jahr 2008 korrekt vorhergesehen hatte. “Der Goldpreis wird eine Weile auf der Stelle verharren, aber der nächste Schritt wird aufwärts gehen.”
(Bloomberg)






