Schon vor einigen Tagen - kurz nachdem die Schweizer Nationalbank den EUR/CHF-Kurs auf 1,2 fixierte - mobilisierte die Erste Bank ihre Berater um ihre 16.000 Kunden mit Frankenkrediten zum Handeln zu bringen. Jetzt tut sie es wieder. Diesmal in Form eines bis Ende des Jahres geltenden Angebotes - ein verlockendes wie die Erste es nennt - vor allem an diejenigen, die sich entschliessen, ihren CHF-Kredit in einen Eurokredit umzuwandeln.
Erste Bank Vorstandsmitglied Peter Bosek rät den Kunden dringend "dieses Zeitfenster zu nutzen". Was er damit meint, ist eben die Entscheidung der Schweizer Notenbank (SNB), die eine dauerhafte Stabilisierung des Frankenkurses zum Euro bei mindestens 1,20 Euro sicherstellen will - was, gegenüber dem schon fast bei 1:0 stehenden EUR/CHF-Kurs, einen Vorteil für die Kreditkunden bedeutet.
Bei der Konvertierung eines Frankenkredites kann der Kunde unter zwei Varianten wählen. Entweder er konvertiert in einen Euro-Kredit mit 3,75 Prozent Fixzins oder in einen variablen Euro-Kredit mit Zinsdeckel bei 4,75 Prozent auf zehn Jahre. Für den Kunden fallen keine Mehrkosten an. Der KundeDer Bank bleibt aber die Zinsmarge aus dem Frankenkredit, und sie hat weniger Risiko in den Büchern.
Wer nicht in einen Euro-Kredit wechseln will, sollte zumindest über eine Umstellung vom endfälligen in einen tilgenden Kredit nachdenken oder vorzeitig tilgen. Dabei könnte die Ansparrate für den Tilgungsträger in eine Kreditrate für den Kredit umgelenkt werden. Der Tilgungsträger selbst könnte ohne Nebenkosten stillgelegt werden. (APA/red)






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