von Asoka Wöhrmann, CIO und Leiter des DWS-Fondsmanagements
Angesichts der Schwankungen meiden unsere Rentenfonds derzeit Anleihen griechischer Herkunft und Staatsanleihen aus Italien und Spanien. An dieser Grundkonstellation dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Dennoch ist selbst in vermeintlich sicheren Häfen erhöhte Wachsamkeit geboten: Die Staatsanleihen hervorragender Schuldner sind überkauft und mittlerweile sehr hoch bewertet. Das anhaltende Gezerre um Griechenlands Zukunft schadet zudem der Gemeinschaftswährung. Wir sind derzeit gegenüber dem Euro in den wichtigsten Währungspaaren negativ eingestellt. Das kommt in den Short-Positionen zugunsten des US-Dollars, des kanadischen Dollars und des britischen Pfunds zum Ausdruck. Stichwort Duration: Wir bleiben bei unserer neutralen Haltung. Interessant aus fundamentaler Sicht und aus Risikoaspekten sind nach wie vor Covered Bonds. Auch Unternehmensanleihen kommen langsam wieder für Investments in Betracht. Aufgrund unserer vorsichtigen Grundhaltung bauen wir neue Risikopositionen jedoch nur im Rahmen von Neuemissionen auf. Nach dem Sell-Off von mehr als 30 Prozent werden auch nachrangige Finanzanleihen allmählich attraktiv. Augen auf bei französischen Bankenanleihen: Wir halten derzeit an den begrenzten Positionen mit Restlaufzeiten von unter einem Jahr fest. In unseren Geldmarktfonds haben wir die Cash-Quote hochgefahren.






