Nach Linz und Wien hat sich jetzt auch das Land Kärnten als Frankenkreditnehmer geoutet. Zweimal 100 Millionen Schweizer Franken wurden aufgenommen. Ein Kredit aus dem Jahr 1997 läuft noch bis Mitte 2013, der zweite aus dem Jahr 2004 ist 2014 fällig.
Bei damaligen hohen EUR/CHF-Kursen von 1,6 bzw. 1,5 ausgeliehen, muss Kärnten derzeit - der Euro steht nur mehr bei 1,2 Franken - Buchverluste von 39 Mio. Euro verschmerzen. Sie werden in den Rechnungsabschlüssen dargestell, wie Horst Felsner, der Chef der Finanzabteilung in der Kärntner Landesregierung betont. "Wir erwarten uns, dass am Ende der Laufzeit eine Verbesserung eintritt, sprechen aber bereits mit den Banken über eine allfällige Verlängerung der Laufzeiten". Damit sollen die Verluste auf einen längeren Zeitraum verteilt werden können, falls der Franken weiter stark bleibt. Zum anderen rechnet man sich Chancen aus, dass sich der Franken bis zum entfernteren Fälligkeitsdatum doch wieder abschwächt.
Ausserdem weist Felsner darauf hin, dass "wir im Zuge der Aufnahme der Schweizer Franken deutliche Zinsverbesserungen im Vergleich zu Aufnahmen in Eurowährung gehabt haben und noch haben werden. Wir zahlen derzeit fast keine Zinsen aufgrund der damaligen Zinsvereinbarungen. Wenn ein Kurs von 1,36 erzielt wird, wären wir etwa pari". (kaernten.orf.at/red)






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