Die Fusion von Euronext und der New Yorker Börse NYSE soll von den EU-Wettbewerbshütern noch einmal unter die Lupe genommen werden:
• Kritisiert wird die unzureichende Aufteilung der Geschäftsfelder auf Frankfurt und New York.
• Zweifler monieren weiters, dass die Folgen der Fusion für die beiden Standorte, deren laufendes Geschäft und Personalia nicht deutlich genug zu erkennen seien.
• Fusionsgegner benützen das Monopolargument, um den Zusammenschluss, wenn nicht zu torpedieren, so doch auf geraume Zeit hinausschieben zu können.
• Fusionszweifler sehen die Gefahr, dass der Grossteil der laufenden Börsengeschäfte nicht mehr – wie von den Fusionsfreunden dargelegt - über Frankfurt läuft, sondern über New York.
• Das Einsparungspotential von etwa einer halben Milliarde Euro wird vor allem von der Gewerkschaftsseite angezweifelt.
• Auf europäischer Unternehmerseite kommen Zweifel hoch, ob und inwieweit New York die gemeinsame Informationstechnik im geplanten intensiven Ausmass auf der US-Seite (auch von Wettbewerbs- und Steuerbehörden der USA) nutzen kann.
Bei vielen Brüsseler Experten finden die Einwände Gehör, da diese über einschlägige Erfahrungen im Umgang mit US-Instanzen in New York und auch Washington verfügen. Eine Entscheidung der EU soll im Herbst kommen.






