Auf der Befragung durch den Congress behauptete FED-Chef Ben Bernanke gegenüber dem Congress-Abgeordneten Ron Paul, Gold sei kein Geld. Wieso dann die Zentralbanken Gold hielten, bohrte Ron Paul nach. Aus rein traditionellen Gründen, erwiderte Bernanke. (im Video ab 4.30: http://www.goldreporter.de/„gold-ist-kein-geld“-video/gold/11027/ ).
Sein Vorgänger Alan Greenspan sah das allerdings noch anders: „Gold ist das ultimative Zahlungsmittel der Welt, Gold wird überall akzeptiert!“
Gerade die mangelnde Akzeptanz von Gold beim täglichen Einkauf dient Goldgegnern als Argument, dass Gold eben kein Geld sei. Man könne nicht zum Lebensmitteldiskonter gehen und mit einem Goldbarren seine Einkäufe zahlen, argumentieren sie. Demzufolge wären aber auch norwegische Kronen, der Franken oder der Dollar kein Geld, denn auch kein Lebensmitteldiskonter wird sich seine Einkäufe in Fremdwährungen zahlen lassen. Dennoch wird kaum wer argumentieren, norwegische Kronen, Franken oder Dollar wären kein Geld. Auch die Zentralbanken unterscheiden bei ihren Devisenreserven nicht zwischen Fremdwährungen und Gold, beides dient demselben Zweck der Reservenhaltung. Dagegen werden weder Porzellantassen noch Diamanten als Währungsreserven gehalten, sondern nur Gold.
Was nun den Einkauf mit Dollars beim Diskonter anbelangt: Man geht vorher in die Bank und tauscht sie gegen eine Gebühr von einigen Prozent zum tagesaktuellen Kurs gegen inländisches Geld. Aber auch mit dem Gold würde man nichts anderes machen, der Vorgang ist derselbe.
Gold ist aber im Vergleich zu Papiergeld ein echtes Wertaufbewahrungsmittel, denn mit Papiergeld kommt spätestens nach ein paar Jahrzehnten immer das böse Erwachen, dass es entweder im Rahmen einer Währungsreform völlig entwertet wird oder sonst still, aber stetig durch die Inflation an Wert verliert (selbst die immer als stabil gepriesene DM hat seit ihrer Einführung bis zum Jahr 2000 rund vier Fünftel ihrer Kaufkraft verloren). Dass Gold seit fünf Jahrtausenden als Geld gilt, wird nicht nur dem Zufall zuzuschreiben sein, sondern beruht auf seinen Eigenschaften, die es als Geld geradezu prädestinieren: beständig, bearbeitbar, ungiftig, knapp, kein Industrie-Rohstoff, Jahresförderung in Relation zum Bestand unbedeutend (http://www.foonds.com/ ).
Und vielleicht ist es auch kein Zufall, dass Brot oder eine Toga (entsprechend einem Anzug heute) zur Römerzeit und heute in Gold ausgedrückt in etwas dasselbe kosten.
Und wer sich als Zeitreisender mit Geld ausstatten würde, was würde er wohl am ehesten nehmen? Wohl kaum Papiergeld. Weder in der entfernteren Vergangenheit noch in der Zukunft (vielleicht sogar in der näheren) könnte er damit viel anfangen. Mit Gold stehen die Chancen, dafür etwas zu bekommen, deutlich höher.
Tip: Eine Pflichtlektüre für jeden Gold-Interessierten ist Greenspans Essay: Gold und wirtschaftliche Freiheit (1966): http://www.rottmeyer.de/
(cr)






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