Mark Mobius, Executive Chairman bei Templeton Asset Management, sieht weiterhin Aufwärtspotenzial bei Schwellenländeraktien. Aufgrund der Volatilität werde es allerdings nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste geben, meint Mobius in einer Aussendung von Templeton Asset Management. Da die aktuellen Bewertungen noch unter den Höchstwerten der letzten fünf Jahre liegen, seien diese Aktien nicht überbewertet. Mobius rechnet generell mit weiteren Zuflüssen bei auf Schwellenländeraktien spezialisierten Fonds, in welche bereits im 2. Quartal eine Rekordsumme von 26,5 Mrd. US-Dollar investiert wurde. In den ersten sieben Monaten von 2009 belief sich der Nettozustrom insgesamt auf 34,5 Mrd. US-Dollar, das sind über 85% der rund 40 Mrd. US-Dollar, die 2008 abgeflossen sind. Ausgelöst wurden die Zuflüsse durch eine Rückkehr des Vertrauens in die Schwellenländer, das Streben nach höheren Renditen, die steigende Risikobereitschaft der Investoren, die Suche nach unterbewerteten Unternehmen, vor allem aber durch die „reizvollen Bewertungen“ von Schwellenländerunternehmen, so die Aussendung.
„Da sich generell auf den meisten Märkten zumindest ein paar Schnäppchen finden lassen, wirken sämtliche Schwellenländerregionen interessant“, meint Mobius. Die meisten Chancen sieht er derzeit aber in Brasilien, Russland, China, Indien und Südafrika. In Bezug auf die langfristige Entwicklung der BRIC-Märkte bleibt Mobius optimistisch, da diese zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften der Welt zählen. Auch gegenüber dem asiatischen Raum (Japan ausgenommen) ist er zuversichtlich, wobei der Vermögensverwalter in der Region vor allem in China, Indien, Südkorea und Thailand engagiert ist. Bei Sektoren setzt er auf Rohstoffaktien, da diese zum Teil deutlich unter ihren Substanzwert gefallen sind und mit einem weiteren Anstieg der globalen Rohstoffnachfrage gerechnet werden kann. Eine starke Nachfrage aus Schwellenländern zusammen mit einem eher unelastischen Angebot könnte hier in Zukunft zu steigenden Preisen führen. Der langfristige Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen wird jedoch nicht ohne Korrekturen verlaufen. (kasp)






