Die Goldreserven sind häufig im Visier politischer Begehrlichkeiten, wenn wieder einmal Geld gebraucht wird. In der Schweiz wurden Anfang des Jahrtausends rund 1200 Tonnen Gold zu geschätzten Preisen um die 300 USD/Unze verkauft (fiktiver Verlust im Vergleich zum aktuellen Kurs: 45 Mrd. USD). Auch in anderen Ländern wie England, Österreich, Portugal, Spanien und Holland wurden Goldreserven zu Tiefstkursen und tiefen Kursen für dies und das veräußert.
Nun schielt in Deutschland wieder einmal der Beamtenbund auf das (hoffentlich überhaupt vorhandene) Gold der Bundesbank, das großteils in den USA lagert. Man könnte mit dem Verkauf der 3400 Tonnen die Staatsschulden verringern. Wo Gold verkauft werden soll, ist meist die Forderung nach mehr Steuern nicht weit. So sollte oder könnte auch noch eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden und die Erbschaftsteuer erhöht werden. Erinnert irgendwie an die Forderungen der österreichischen Gewerkschafter und Linkspolitiker, die zusätzlich auch noch gerne eine Vermögenssteuer hätten. Die es ja schließlich auch im kapitalistischen Amerika gebe, wird man nie müde, gleich hinzufügen. Wobei wohl jeder Gutsituierte die US-Vermögenssteuer gerne zahlen würde, wenn er im gleichen Atemzug auch die tiefe Einkommenssteuer der Amerikaner erleben würde. Denn 50% Spitzensteuersatz bei so tiefen Einkommensgrenzen wie in Österreich (5000 brutto per Monat) muss man international - abgesehen von den skandinavischen Steuerweltmeistern - lange suchen. Aber um wieder zum deutschen Beamtenbund zurückzukehren. Einsparungen bei der Verwaltung erscheinen natürlich nicht als Option im vorgetragenen Schuldenreduzierungsplanspiel auf. Erinnert auch irgendwie an Österreich, wo man schon lange auf den großen Wurf bei der Verwaltungsreform wartet.
(cr)






