Der Volkswirt Nouriel Roubini, der einst die globale Finanzkrise richtig prognostiziert hatte, sieht die Aktienmärkte an der “Schwelle” zu einer Korrektur. Bei einer Konferenz in Budapest begründete er seine Einschätzung damit, dass sich das konjunkturelle Wachstum wohl bald abschwächen werde. “Ich glaube, wir befinden uns im Moment an der Schwelle zu einer Marktkorrektur. Daten aus den USA, aus Europa, aus Japan und aus China legen den Schluss nahe, dass sich die Konjunktur verlangsamt”, erklärte Roubini. “Bisher wurden die Kurse von Gewinnen, Umsätzen und Renditen oberhalb der Prognosen gestützt. Doch alle drei stehen unter Druck.”
Auch andere Beobachter hatten zuletzt vor einer schwächeren Entwicklung der Weltkonjunktur gewarnt. Sie verwiesen auf die hohen Ölpreise, das schwere Erdbeben in Japan und nicht zuletzt auf die Schuldenkrise in Europa. Goldman Sachs Group korrigierte vor wenigen Tagen die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft für das laufende Jahr auf 4,3 Prozent herunter. Noch Mitte April war die US-Bank von 4,8 Prozent ausgegangen. Noch geringer sind die Erwartungen bei der Schweizer Großbank UBS. Sie senkte ihre entsprechende Prognose auf 3,6 Prozent, nach zuvor 3,9 Prozent.
(Bloomberg)






