BElogs foonds
 
 Last 24h: 7 

Twitter

 
Infofolder:
Sondernummer
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 0:49, 18.5.2012

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Europa

Schuldenkrise 1 Jahr nach 750-Millionen-Paket auf neuem Höhepunkt   Facebook be



24.05.2011
 

Mehr als ein Jahr nach der Absegnung eines 750 Millionen Euro schweren Rettungspakets zur Bekämpfung der europäischen Staatsschuldenkrise hat diese in den vergangenen Tagen einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Anleihen der Euro-Länder in der Peripherie rentieren auf Hochs, und im Fall von Griechenland wird bereits öffentlich über eine Verlängerung der Laufzeiten der Staatsanleihen diskutiert.

Vor und nach dem Wochenende sorgten darüber hinaus Ratingagenturen mit negativen Kommentaren für Unruhe. Am Freitag hatte Fitch Ratings zunächst die Bonitätsnote für Griechenland um drei Stufen reduziert und erklärt, dass für sie die erwogene Verlängerung der Rückzahlungsfristen mit einem Zahlungsausfall gleichzusetzen wäre. Nur wenige Stunden später warnte Standard & Poor’s, dass das Rating von Italien unter Umständen ebenfalls gesenkt werde. Die Aussichten für eine Reduzierung der Verschuldung seien gesunken. Die Bereitschaft Italiens, Reformen durchzusetzen, scheine ins Wanken geraten zu sein. Und am Wochenende mussten dann in Spanien die Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bei den Regionalwahlen eine herbe Niederlage einstecken. Die Macht- Verlagerung in einigen Landesteilen schürt unter Beobachtern die Sorge, dass die Wahlsieger schwächere Finanzen verkünden werden, als es ihre Vorgänger getan haben.

Luca Cazzulani, Anleihe-Stratege bei UniCredit Research, warnte, dass der Druck auf die Peripherie-Bonds nicht nachlassen werde, “weil die Diskussion um Griechenland kein Ende findet. Der negative Ausblick für Italien wird die Risiko-Aversion nur noch verstärken. Und das Ergebnis der spanischen Regionalwahlen dürfte Spekulationen antreiben, dass die nun neu Gewählten ’versteckte Schulden’ aufdecken.” Ähnlich warnende Worte kamen von Axel Merk, Chefvolkswirt von Merk Investments. “Der Anleihenmarkt ist die einzige Stimme, auf die die Entscheidungsträger hören werden”, erklärte er. “Wenn der Bondmarkt mit einem Land streng ins Gericht geht, wird das der Moment sein, dass sie die Dinge in die Hand nehmen.”

Die Renditen zehnjähriger griechischer Anleihen waren am Montagnachmittag um 49 Basispunkte auf 17 Prozent nach oben geschnellt - das ist der höchste Wert seit Einführung des Euro. Im Fall von Spanien ging es bei den zehnjährigen Papieren um 5 Basispunkte auf 5,53 Prozent nach oben, während das Plus bei Italien 4 Basispunkte auf nun 4,81 Prozent und bei Irland 29 Basispunkte auf nun 10,83 Prozent betrug. Laut dem bekannten Volkswirt Nouriel Roubini kämpft allein Griechenland derzeit mit einem “Refinanzierungs-Loch” von rund 30 Mrd. Euro, jeweils für 2012 und 2013. Kollege David Mackie von JPMorgan Chase & Co. in London kam am Montag zu dem Schluss: “Mit einer Wirtschaft, die weiter in der Rezession steckt, ist es sehr schwierig, immer noch mehr Geld einsparen zu wollen. Wir bewegen uns stattdessen auf ein Umfeld zu, in dem Griechenland seine Verantwortung in erster Linie mit dem Verkauf von Staatseigentum signalisieren wird.” Die Europäische Union dürfte von Griechenland den Verkauf von Staatseigentum im Umfang von 15 Mrd. Euro verlangen - und zwar bereits bis Ende 2012 und damit ein Jahr früher als bislang geplant. Dieser Schritt sei die Voraussetzung für ein neues Kreditpaket für das Land. Nach Angaben aus Athen hat die Regierung zu Wochenbeginn bereits den Verkauf von Beteiligungen an Hellenic Postbank und den Häfen des Landes diskutiert.

Die 34 Prozent an der Bank haben einen Marktwert von 275 Mill. Euro. Die griechische Regierung hatte am Mittwoch vergangener Woche eine Reihe von Banken benannt, die das hoch verschuldete Land beim Verkauf von Staatseigentum und bei Immobilienprojekten beraten werden. Dahinter steht das Ziel, letztlich rund 50 Mrd. Euro einzusammeln. Das Geld soll dazu genutzt werden, Schulden abzubezahlen. Zu den ausgewählten Banken zählten neben neun griechischen Branchenvertretern - darunter National Bank of Greece SA - auch die Deutsche Bank AG aus Frankfurt und die Credit Suisse Group AG aus der Schweiz. Am Montagabend nach Börsenschluss in Europa korrigierte Fitch die Bonitätsnoten von fünf griechischen Banken nach unten und stellte weitere Senkungen in Aussicht. Betroffen waren National Bank of Greece SA, EFG Eurobank Ergasias, Alpha Bank AE, Piraeus Bank SA und Agricultural Bank of Greece. Ebenfalls am Montagabend senkte Fitch den Ausblick für die Bonitätsnote von Belgien von “stabil” auf “negativ”. Durch die verfahrene politische Lage des Landes sei es schwer möglich, den dritthöchsten Schuldenberg in der Eurozone zu reduzieren. Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit beliess Fitch vorerst bei “AA+" - das ist die zweithöchste Stufe in der Kategorie Investment-Grade. Belgien verfügt seit den Wahlen im Juni vergangenen Jahres über keine voll entscheidungsfähige Regierung.

(Bloomberg)


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

10.05.2012
Robert
Gillinger

Gold: Ging der Aufwärtstrend flöten?
 
 
loading..

Archivsuche:


 
foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 16. Mai
 
Susanne Leiter, 16.05.2012
Wer sich gelegentlich mit der griechischen Mythologie beschäftigt, der wird vielleicht die gleiche Assoziation gehabt haben: Der neue französische Präsident Francois Hollande musste einen zweiten Anlauf unternehmen, um bei seiner ersten offizielle...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 16.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, Die Experten-Initiative "proMarktwirtschaft" tritt dafür ein, das heimische Pensionssystem nach schwedischem Vorbild zu 30 Prozent auf kapitalgedeckte Vorsorgen abzustützen, statt derzeit nur zu 10 Prozent. Ein schrittw...
weiterlesen


(130-Minus-und-jetzt?) Morning Espresso für Trader, 16.5.
 
16.05.2012
Guten Morgen, liebe Leser! Die US-Leitindizes präsentierten sich am Dienstag zunächst größtenteils mit einer Erholung bei Banktiteln, nachdem der Sektor zuletzt aufgrund der jüngsten Fehlspekulation bei JPMorgan deutlich unter Druck geraten war...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 15. Mai
 
Susanne Leiter, 15.05.2012
Die Nachricht schlug an den Börsen ein wie eine Bombe: Die letzte Chance auf eine Regierungsbildung in Griechenland ist gescheitert, Neuwahlen stehen an. Auch wenn das eigentlich zu erwarten war, wahrhaben wollte es offenbar niemand. So verlor bei...
weiterlesen


Anleihen Express
 
Robert Gillinger, 15.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, diesmal gibt es wieder die neusten Ratings von Feri - erfreuen sich Ihrer rot-weiss-roten Brust, die durchaus mit Grund vor Stolz geschwollen sein kann, angesichts derart vieler ISINs, die mit einem AT beginnen. Ich fü...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 14. Mai
 
Robert Gillinger, 14.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, heute geht es an den Aktienmärkten wieder einmal kräftig abwärts. Natürlich gibt es auch bei solchen Entwicklungen immer auch Gewinner - und die fanden sich in den „sicheren“ Häfen der Anleihenmärkte: Die Renditen für ö...
weiterlesen


Fonds-Express
 
Robert Gillinger, 14.05.2012
Sehr geehrte LeserInnen, die neuen Ratings von Feri sind da - und schon bei Ihnen in der Mailbox. Schnell reagierten heute auch die Märkte auf die Troubles rund um Griechenland - Österreichs und Deutschlands Renditen fielen auf ein Rekordtief....
weiterlesen